Samstag, 8. März 2008 / 18:38 Uhr
Bielefeld - Schalke 04 hat seine Niederlagen-Serie in der Fußball-Bundesliga beendet. Drei Tage nach dem Einzug in das Viertelfinale der Champions League gelang der Mannschaft von Trainer Mirko Slomka mit dem 2:0 (1:0) bei Arminia Bielefeld der erhoffte Befreiungsschlag.
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Vor der Saison-Rekordkulisse von 26 100 Zuschauern in der SchücoArena erzielten Gustavo Varela (24. Minute) bei seinem ersten Einsatz nach einem Kreuzbandriss und Halil Altintop (74.) die Treffer für Schalke. Mit 38 Punkten stellten die Gelsenkirchener wieder Kontakt zur Spitzengruppe her. Die Gastgeber sind nach der fünften Erstliga-Pleite des Jahres 2008 akut gefährdet und blicken bei lediglich 19 Zählern Richtung Zweitklassigkeit.
Dennoch war Michael Frontzeck nicht unzufrieden. «Unter dem Strich hat die Mannschaft dort angeknüpft, wo sie beim 1:1 in Rostock aufgehört hat», sagte der Arminia-Coach, dem von seinem Arbeitgeber trotz Sieglosigkeit eine Job-Garantie zugesprochen wurde. «Das Thema ist tot», sagte Club-Präsident Hans-Hermann Schwick zum Ende der Trainerdiskussion. Slomka sprach von einer «sehr guten Woche für die Mannschaft und den Verein. Das ist ein schönes Erlebnis», meinte der 40-Jährige, um dessen Position es ebenfalls entscheidend ruhiger geworden ist.
Die Arminia-Fans wurden schon in der Anfangsphase geschockt, doch ein Varela-Treffer wurde wegen eines Fouls von Nationalstürmer Kevin Kuranyi nicht anerkannt. Bielefeld war klar besser als beim 0:2 vor zwei Wochen gegen Duisburg und hatte durch Christian Eigler (21.) eine Großchance, als Schalkes Torwart Manuel Neuer wie schon in Porto in Weltklassemanier reagierte. Drei Minuten später war das 0:1 perfekt, als der Uru Varela nach einer Rechtsflanke des ehemaligen Bielefelders Heiko Westermann per Kopf zu seinem ersten Saisontreffer erfolgreich war. Dann verhinderte Mathias Hain im Arminia-Tor gegen Ivan Rakitic einen weiteren Gegentreffer (26.), Halil Altintops Schuss in der 30. Minute prallte an die Querlatte des Bielefelder Gehäuses.
In den zweiten 45 Minuten erhöhten die Gastgeber den Druck, ohne dabei gegen die abgeklärt wirkenden Gelsenkirchener absolut zwingend zu sein. Erst in der 62. Minute ergab sich durch Eigler bei einem Kopfstoß eine Möglichkeit, doch abermals bekam Neuer die Hand dazwischen. Obwohl die Ostwestfalen aufopferungsvoll kämpften, waren sie in ihren Offensivmitteln und vor allem im Sturmzentrum zu wenig durchschlagskräftig.
Slomka war wegen der Gelb-Sperren von Fabian Ernst und Rafinha zu Änderungen gezwungen. Westermann rückte als rechter Verteidiger auf die Rafinha-Position, Christian Pander kehrte als linker Defensiv- Mann nach vier Monaten Verletzungspause in die Startformation zurück, Varela griff von der halbrechten Seite an. Im Vergleich mit dem Bayern-Spiel gab es fünf Neue in der «Knappen»-Aufstellung.
dpa
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