Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

VfB bleibt auf UEFA-Cup-Kurs - 4:1 gegen Rostock

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hält in der Bundesliga Erfolgskurs und tastet sich weiter an die UEFA-Cup-Ränge heran.

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Mit einem am Ende etwas zu deutlichen 4:1 (0:0)-Sieg gegen den FC Hansa Rostock blieb der deutsche Fußball-Meister trotz einer über weite Strecken mäßigen Leistung zum sechsten Mal hintereinander unbesiegt und schob sich wieder auf den sechsten Tabellenplatz vor. Die ersten Tore für die Schwaben erzielten vor 48 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion Pavel Pardo (52.) per Handelfmeter und Cacau mit einem sehenswerten Volleyschuss (54.). Nachdem Mario Gomez (56.) mit einem unglücklichen Eigentor noch einmal für Spannung gesorgt hatte, schossen der Nationalstürmer selbst (87.) und Yildiray Bastürk (90.+2) in den letzten Spielminuten den klaren Erfolg heraus.

VfB Stuttgart - FC Hansa Rostock

Foto: dpa Bild vergrößern

Der Stuttgarter Meira (Mitte) versucht Rostocks Torhüter Wächter zu überwinden.

«In der ersten Halbzeit waren wir nicht aggressiv genug, deshalb haben wir uns nach vorne sehr schwer getan», analysierte VfB-Trainer Armin Veh, war aber dank der Leistungssteigerung nach der Pause letztlich zufrieden. «Wir haben dann die Zweikämpfe gewonnen und konnten dadurch schnell nach vorne spielen und uns Chancen herausspielen.» Die Gäste verpassten auch bei ihrem zwölften Auftritt in Stuttgart den erhofften ersten Erfolg. «Die Mannschaft hat ein richtig gutes Spiel abgeliefert, ist aber leider nicht dafür belohnt worden», haderte Hansa-Coach Frank Pagelsdorf.

Veh, der am Tag vor der Partie noch über große Personalsorgen geklagt hatte, schickte seine Mannschaft beinahe in der Stammformation auf den Rasen. Lediglich der gelb-gesperrte Roberto Hilbert musste durch den von einer Oberschenkelprellung genesenen Sami Khedira ersetzt werden. «Aber wir haben nicht ansatzweise geflunkert, es waren wirklich vier Spieler fraglich», beteuerte Veh.

Trotzdem starteten die in den vergangenen drei Heimspielen erfolgreichen Gastgeber mit wenig Schwung. Das Mittelfeld vermochte das Spiel des Meisters nicht in Fahrt zu bringen - die Angreifer blieben gegen Rostocks Innenverteidigung mit ihrem Ex-Kollegen Gledson in der gesamten ersten Spielhälfte praktisch ohne Szene. Nur Nationalspieler Thomas Hitzlsperger (21.) und Cacau (28.) unternahmen zaghafte Versuche, wenigstens in Richtung des Gästetors zu schießen.

Immerhin kontrollierte die in dieser Saison oft anfällige Defensive des Favoriten die Angriffsbemühungen der Gäste zunächst ohne Mühe. Als die Partie in den Minuten vor der Pause endlich etwas in Schwung kam, ließ Hansas Fin Bartels (40.) mit einem Lupfer über VfB-Keeper Sven Ulreich die Heim-Fans zusammenzucken, verfehlte aber knapp das Tor.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel zwar lebendiger, gehobenes Niveau blieben beide Mannschaften aber über weite Strecken schuldig. Ausgerechnet der nach einem verkorksten halben Jahr in Stuttgart im Winter zurück nach Rostock gewechselte Gledson brachte seine Ex-Kollegen mit einem Handspiel im Strafraum auf die Siegerstraße. Pardo verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. Weniger als drei Minuten später schien Cacau mit seinem Volleykracher in den Winkel die Partie schon entschieden zu haben. Doch Gomez traf kurz darauf ausnahmsweise ins falsche Tor, machte aber am Ende mit seinem 15. Saisontreffer auf der richtigen Seite alles klar. Bastürk gestaltete das Ergebnis nach selbstlosem Querpass von Gomez dann sogar noch deutlicher.

dpa

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