Sonntag, 30. März 2008 / 19:20 Uhr
Hannover - Serie gehalten, Chance verpasst: Der VfB Stuttgart hat die Gunst der Stunde in der Fußball-Bundesliga nicht genutzt und kein Kapital aus den Ausrutschern der Top Five geschlagen. Der deutsche Meister kam bei Hannover 96 nicht über ein glückliches 0:0 hinaus.
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Damit erlebten die Stuttgarter einen Rückschlag bei der bisher furiosen Aufholjagd auf die Europapokal-Plätze. Zwar blieben die Schwaben auch im siebten Spiel hintereinander ungeschlagen, verpassten es jedoch, durch einen Sieg mit Bayer Leverkusen (44 Punkte) und Werder Bremen (44) auf den Plätzen vier und fünf gleichzuziehen.
«Wir hatten es heute selber in der Hand gehabt. Es wäre viel mehr drin gewesen», ärgerte sich Stuttgarts Torjäger Mario Gomez, der kurz vor Pause aus kurzer Entfernung per Kopf die beste VfB-Möglichkeit vergeben hatte. «Wenn wir gewonnen hätten, hätten wir mehr Druck auf die da oben gemacht. Aber so muss man auch einmal mit einem Punkt zufrieden sein», sagte VfB-Trainer Armin Veh und gab sich angesichts der dürftigen Leistung seiner Mannschaft erstaunlich milde.
Seine Mannschaft wirkte nach den Patzern der Konkurrenz eher gelähmt und müde als beflügelt. Am Ende mussten die Stuttgarter froh sein, dass sie keine böse Überraschung bei den Niedersachsen erlebten. In der Schlussphase vergaben Benjamin Lauth (83.) und Vinicius (87.) beste Chancen für einen 96-Sieg. «Nach dem Spielverlauf müssen wir glücklich sein mit dem Unentschieden», gestand VfB-Sportdirektor Horst Heldt.
Hannover, das als Zehnter in der Tabelle jenseits von Gut und Böse liegt, war auch insgesamt die bessere Mannschaft. Bei den enttäuschenden Stuttgartern ließ Nationalspieler Gomez vor 45 176 Zuschauern als einziger ab und an einmal seine Gefährlichkeit aufblitzen.
Die Schwaben mussten schon in der dritten Minute eine erste Schrecksekunde überstehen, als 96-Stürmer Jiri Stajner per Kopf aus drei Metern nur knapp das VfB-Tor verfehlte. Doch danach waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Beide Mannschaften vermieden das große Risiko, die Abwehrreihen wurden nur selten gefordert.
Immerhin wirkte Hannover insgesamt engagierter. Dabei fiel neben Stajner vor allem in der ersten Halbzeit Mittelfeldspieler Sergio Pinto auf. Nach seinem 25-Meter-Schuss in der 23. Minute strich der Ball am Pfosten vorbei. Von den Schwaben war lange Zeit nichts zu sehen. Aus dem Mittelfeld kamen zu wenig Impulse. Wenn Gefahr drohte, dann nur von Torjäger Mario Gomez. Er vergab auch die beiden besten VfB-Möglichkeiten: In der 15. Minute verzog er zunächst freistehend, zwei Minuten vor dem Wechsel schaffte er es nicht, den Ball per Kopf aus kurzer Entfernung über die Linie zu bugsieren.
Auch im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild nicht. Hannover bemühte sich, die Gäste unter Druck zu setzen. Doch fehlten den Niedersachsen die spielerischen Mittel, um die sichere VfB-Deckung entscheidend auszuhebeln. Stuttgarts Trainer Veh reagierte auf die dürftige spielerische Darbietung seiner Mannschaft und brachte nach knapp einer Stunde Bastürk. Doch auch dem Türken gelang nicht viel.
dpa
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