Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Werder kann noch siegen - 2:1 in Berlin

Berlin - Dank Tim Borowski hat Werder Bremen seine Negativserie in der Bundesliga beendet und ist wieder voll im Rennen um einen Champions-League-Platz. Mit seinem ersten Saisontor zum 2:1 (1:1)-Sieg (73.) bei Hertha BSC stellte er den ersten Erfolg seit vier Spielen für Werder sicher.

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Markus Rosenberg traf für die zuletzt kriselnden Hanseaten bereits nach 35 Sekunden zum 1:0, Andre Lima (10.) glich für die Berliner aus, die trotz der fünften Partie ohne Erfolg nicht mehr in Abstiegsgefahr kommen dürften. Für Hertha war es das dritte 1:2 in Folge und die fünfte Heimniederlage gegen Bremen in den vergangenen sechs Spielen.

Hertha BSC - Werder Bremen

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Der Berliner Piszczek (l) spielt gegen den Bremer Tim Borowski.

«Wir sind natürlich sehr froh, den Sieg errungen zu haben. Das ist ein Ergebnis, das wir brauchen. Es geht im Moment nicht darum, schön zu spielen», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Matchwinner Borowski meinte: «Es war wichtig, dass wir nach dem 1:1 die Ruhe behalten haben und als Mannschaft präsent waren.» Hertha-Trainer Lucien Favre kritisierte dagegen: «Wir hatten Angst, weiter zu kombinieren und weiter nach vorn zu spielen.»

In einer turbulenten Anfangsphase ging Werder gleich mit dem ersten Angriff in Führung. Eine flache Eingabe von Clemens Fritz drückte Rosenberg aus kurzer Distanz über die Linie. Hertha- Verteidiger Josip Simunic kam zu spät und konnte das zehnte Saisontor des Schwedens nicht mehr verhindern. Nur zwei Minuten später hätte bereits der Ausgleich fallen können, doch Raffael, der sich nach rund 20 Minuten eine Oberschenkelzerrung zuzog, scheiterte nach einem Solo an Werder-Schlussmann Tim Wiese.

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Der Torhüter war jedoch machtlos, als Lima eine Freistoßflanke von Rudolf Skacel zu seinem zweiten Saisontreffer einköpfte. Naldo sprang unter dem Ball durch, auch Per Mertesacker kam nicht mehr heran. Lima stürmte anstelle von Herthas Toptorjäger Marko Pantelic, der wegen seiner Wadenbeschwerden wieder nur auf der Tribüne saß. Außerdem fehlten den Berlinern Steve von Bergen und Patrick Ebert, bei Werder fielen Daniel Jensen und Aaron Hunt aus.

Die Gäste hatten während der restlichen ersten Hälfte, in der sich das Geschehen beruhigte, die beste Chance zur Führung. Erneut Rosenberg scheiterte aber am herausstürzenden Hertha-Torwart Jaroslav Drobny (24.). Auf der anderen Seite erwischte Lima eine Flanke von Skacel nicht mehr richtig (41.).

Nach dem Wechsel verflachte die Begegnung vor 59 728 Zuschauern. Hertha zog sich nach einem Flachschuss von Gojko Kacar (48.) weit zurück und wartete auf Konter. Die Bremer waren dadurch optisch überlegen, entwickelten aus dem Mittelfeld heraus aber lange Zeit keine Ideen, auch weil Regisseur Diego gegen seinen brasilianischen Landsmann Mineiro kaum zur Entfaltung kam. Erst ein genauer Steilpass von Torsten Frings auf Nationalspieler Borowski und dessen gekonnter Abschluss belohnte die Bemühungen.

Zuvor hatten die Gäste jedoch Glück, als Lima aus 25 Metern nur das Lattenkreuz traf und der für Raffael zur Pause eingewechselte Solomon Okoronkwo den Nachschuss über das Tor setzte (70.). Gefährden konnten die Berliner Werders Erfolg danach nicht mehr.

dpa

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