Samstag, 5. April 2008 / 18:28 Uhr
Bielefeld - Arminia Bielefeld hat mit einem 1:0 (0:0) gegen den Karlsruher SC nach zuvor neun sieglosen Spielen in der Fußball-Bundesliga seine schwarze Serie beendet. Für Arminia-Cheftrainer Michael Frontzeck ging eine noch längere Leidenszeit zu Ende.
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Der Ex-Aachener erlebte nach 17 sieglosen Partien als Trainer im Oberhaus erstmals wieder einen Drei-Punkte-Gewinn. Für das Erfolgserlebnis der Ostwestfalen sorgte vor 19 600 Zuschauern der Grieche Leonidas Kampantais in der Nachspielzeit. Er schoss die Arminia damit vorerst von den Abstiegsrängen. Für Aufsteiger KSC war es bereits das neunte Auswärtsspiel nacheinander ohne Sieg.
«Wir haben das Glück erzwungen und uns endlich belohnt für die guten Leistungen der letzten Wochen», sagte Arminia-Coach Frontzeck erleichtert. Frustriert war hingegen sein Kollege Edmund Becker nach der Last-Minute-Niederlage: «Ich tue mich sehr schwer nicht nur mit dem Spiel und der Niederlage, sondern auch damit, wie wir streckenweise Fußball gespielt haben.»
Die Bielefelder begannen mit derselben Startformation, die zuletzt ein 1:1 beim Hamburger SV erreicht hatte. Im Arminia-Tor stand erneut Rowen Hernandez für Stammkeeper Mathias Hain (Rippenbruch). Der Südafrikaner hatte in der ereignislosen ersten Halbzeit aber wenig zu tun. Glück hatte er bei einem Schuss des Karlsruher Spielmachers Tamas Hajnal, der in der 19. Minute von der Strafraumgrenze das gegnerische Tor nur knapp verfehlte.
In der insgesamt an Höhepunkten armen Partie hatten auch die Gastgeber nur wenige Tormöglichkeiten. Nach einem Kopfball von Andre Mijatovic (15.) und einem verstolperten Schuss aus wenigen Metern von Christian Eigler (25.) hatte Oliver Kirch (45.) die größte Chance: Seinen Schuss aus Nahdistanz konnte KSC-Schlussmann Markus Miller mit einer guten Parade abwehren.
Der KSC, der ohne die verletzten Maik Franz und Michael Mutzel auskommen musste, hatte das Spiel über weite Strecken im Griff und stand in der Defensive gut gestaffelt. In der Offensive hatten die Gäste aber zunächst auch nur wenig zu bieten.
Nach dem Wiederanpfiff machten die Bielefelder erheblich mehr Dampf gegen den KSC. Der hatte zwar durch Joshua Kennedy (47.) noch eine Chance, doch sein Schuss aus 16 Metern ging knapp vorbei. Von den knappen halben Dutzend Chancen der Arminia-Elf war die von Eigler (61.) die beste. Seinen Kopfball lenkte KSC-Keeper Miller mit den Fingerspitzen an die Latte. Wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff bugsierte zum Jubel der Arminia-Fans Kampantais den Ball zum Siegtreffer über die Torlinie. Der bis dahin starke Miller gab dabei keine gute Figur ab.
dpa
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