Samstag, 5. April 2008 / 19:21 Uhr
Frankfurt/Main - Mit dem ersten Sieg unter Trainer Thomas von Heesen hat sich der 1. FC Nürnberg im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Der «Club» gewann bei Eintracht Frankfurt mit 3:1 (1:1).
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Die Nürnberger feierten damit den ersten Erfolg nach zuletzt zehn Partien ohne Dreier. Angelos Charisteas (18.), Robert Vittek (49.) und Zvjezdan Misimovic (83.) erzielten in der mit 51 500 Zuschauern ausverkauften Frankfurter Commerzbank-Arena die Treffer. Michael Fink hatte die Eintracht in der 3. Minute in Führung gebracht.
Die Partie wurde von Schiedsrichter Peter Gagelmann nach einer halben Stunde Spielzeit für 20 Minuten unterbrochen, nachdem Knall- und Feuerwerkskörper aus dem Nürnberger Fanblock in den Innenraum und auf das Spielfeld geflogen waren. Die Sportgerichtsbarkeit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird sich bereits am Montag mit den Vorfällen beschäftigen. Nach Angaben von DFB-Vize Rainer Koch wurden die Ereignisse im Schiedsrichterbericht vermerkt. Sowohl der «Club» wegen des Verhaltens seiner Anhänger als auch die Eintracht wegen Vernachlässigung der Platzaufsicht müssen mit Bestrafung rechnen.
«Das Verhalten unserer Fans ist ein Unding», sagte FCN-Präsident Michael A. Roth. Auch Trainer Thomas von Heesen verurteilte die Vorkommnisse, freute sich aber auch über den wichtigen Sieg. «Das war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Nun müssen wir am Freitag gegen Wolfsburg nachlegen.» Frankfurts Coach Friedhelm Funkel machte seinem Team keinen Vorwurf. «Meine Spieler haben alles versucht. Wir haben gegen eine starke Nürnberger Mannschaft verloren.»
Die Nürnberger zeigten beim Tabellensiebten eine couragierte Leistung und steckten zunächst auch den kurzfristigen Ausfall von Glauber weg. Der Brasilianer musste nach dem Aufwärmen wegen Leistenbeschwerden erst einmal passen, für ihn rückte der Australier Matthew Spiranovic in die Startelf. Zudem fehlten beim «Club» die gesperrten Andreas Wolf und Marco Engelhardt.
Auch wegen der Ausfälle stimmte die Abstimmung in der neu formierten Gäste-Abwehr zunächst nicht. Bereits in der 3. Minute brachte Fink die Frankfurter, bei denen der Brasilianer Caio erstmals von Beginn an mitwirkte, in Führung. Nach schöner Flanke von Ioannis Amanantidis traf der Mittelfeldspieler per Volleyschuss.
Der «Club benötigte eine Viertelstunde, dann hatte er sich vom 0:1 erholt. «Das hat die Truppe schon zuletzt ausgezeichnet: Sie kommt nach einem Rückstand immer wieder zurück», lobte von Heesen. In der 18. Minute gelang dem für den zuletzt enttäuschenden Tschechen Jan Koller spielenden Charisteas auf Zuspiel von Misimovic der Ausgleich. Nach der Spielunterbrechung drängten die Frankfurter auf die erneute Führung. Fink (35.) vergab aber aus aussichtsreicher Position.
Auch im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer eine zerfahrene Partie, in der die Gastgeber nicht an die zuletzt gezeigten guten Leistungen anknüpfen konnten. Nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel erzielte Vittek das 2:1 für die Franken, die zuvor letztmals am 2. Spieltag bei Hansa Rostock (2:1) auswärts gewonnen hatten. Dem ersten Saisontreffer des Slowaken ging ein Fehler von Eintracht-Torhüter Oka Nikolov voraus, der den Ball nach einer Ecke nicht festhalten konnte.
Die Eintracht versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, um zum Ausgleich zu kommen. Auf der Gegenseite hätte der kurz zuvor für Iwan Saenko gekommene Marek Mintal alles klar machen können, schlenzte den Ball aber an die Latte. Sieben Minuten vor dem Ende machte der erneut starke Misimovic den ersten Nürnberger Sieg in Frankfurt seit 17 Jahren nach einem Konter perfekt.
dpa
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