Samstag, 12. April 2008 / 18:25 Uhr
Bochum - Hertha BSC hat die Niederlagen-Serie gestoppt, aber den langersehnten Befreiungsschlag erneut verpasst.
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Nach zuletzt drei Schlappen verbuchte das Team von Trainer Lucien Favre beim 1:1 (1:1) zumindest einen Teilerfolg gegen den ebenfalls seit nunmehr sechs Spielen sieglosen VfL Bochum. Vor 20 883 Zuschauern im rewirpower-Stadion sorgte Rudolf Skacel (28.) mit seinem ersten Bundesliga-Treffer für die Führung der Gäste. Doch den von den Berlinern erhofften Erfolg in einer insgesamt mäßigen Partie vereitelte Anthar Yahia (42.) mit seinem Ausgleichstreffer.
Hertha-Trainer Favre bemängelte zwar die dürftige Chancenauswertung seiner Mannschaft, gab sich aber angesichts der zuletzt unglücklichen Niederlagen mit dem 1:1 zufrieden: «Immerhin haben wir heute einen Punkt gewonnen und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte.» Weniger positiv fiel das Urteil von VfL-Abwehrspieler Marcel Maltritz aus: «Wir waren grottenschlecht und müssen froh sein, dass wir das 1:1 gemacht haben.»
Im Duell der Mannschaften aus dem Niemandsland der Tabelle blieben zunächst viele Wünsche offen. Ohne Abwehrspieler Steve van Bergen sowie die Angreifer Raffael und Marko Pantelic konnte die Hertha nur wenig Akzente setzen. Doch auch der VfL, der ohne die Mittelfeldspieler Thomas Zdebel, Christoph Dabrowski und Shinji Ono antrat, trug nur wenig zum Unterhaltungswert der Partie bei. Doch ein Tor aus dem Nichts riss alle Beteiligten aus der Lethargie: Ein als Flanke gedachter Freistoß von Skacel aus fast 40 Metern fand den Weg vorbei an der VfL-Abwehr in die lange Ecke des Bochumer Tores.
Die überraschende Führung der Berliner erwies sich für beide Teams als Weckruf. Vor allem die Bochumer erhöhten Tempo und Einsatz. So scheiterte Mittelfeldspieler Daniel Imhof mit einem sehenswerten Fernschuss an Hertha-Keeper Jaroslav Drobny. Doch drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff wurden die Gastgeber noch belohnt: Einen Freistoß von Mimoun Azaouagh beförderte Yahia aus kurzer Distanz per Kopf über die Linie.
Der Ausgleichstreffer sorgte bei den Bochumern jedoch nur bedingt für Auftrieb: Denn nicht der Gastgeber, sondern der Gast erwischte den besseren Start in die zweite Halbzeit. Bei einem Kopfball von Mineiro (47.) an den Pfosten war die Hertha der abermaligen Führung nahe. 17 Minuten später klärte VfL-Schlussmann Jan Lastuvka in höchster Not gegen André Lima, der nach kapitalem Fehler von Bochums Abwehrspieler Yahia auf dem Weg zum 2:1 für die Berliner war. Dagegen blieben die Bochumer in der zweiten Halbzeit hinter dem in den vergangenen Spielen gezeigten Niveau zurück. Einzig Alexej Belik (76.) war bei einem Schuss aus zehn Metern torgefährlich.
dpa
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