Samstag, 12. April 2008 / 20:56 Uhr
Cottbus - Ervin Skela hat für den FC Energie das dritte Spiel nacheinander entschieden - und ein neues Cottbuser Wunder rückt immer näher.
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Dank eines eiskalt verwandelten Handelfmeters des Albaners nach 51 Minuten gewannen die Lausitzer am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga das Keller-Duell mit Arminia Bielefeld 1:0 (0:0) und haben nun schon vier Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Arminia (weiter 25 Punkte) dagegen muss nach der ersten Niederlage nach vier Spielen wieder um den Klassenverbleib zittern. «Ervin hat gezeigt, er hat die Nerven für diese Situation. Es war insgesamt ein Nervenspiel», kommentierte Energie-Coach Bojan Prasnikar den dritten Cottbuser Bundesliga-Sieg nacheinander: Rekord. Alle vier Tore dabei schoss Skela. «Die Mannschaft braucht diesen Mann», betonte deshalb der Cottbuser Trainer.
Die Gäste zeigten vor 16 103 Fans im Stadion der Freundschaft zwar spielerisch einige ordentlich Ansätze, blieben aber vor dem gegnerischen Tor viel zu harmlos. «Uns hat ein bisschen die Konsequenz im Abschluss und beim Herausspielen der Chancen gefehlt», erklärte Arminia-Trainer Michael Frontzeck, der aber keinen Grund für übermäßig General-Kritik sah: «Es ist immer unglücklich, wenn man durch so einen Elfmeter so ein Spiel verliert.»
Die Gastgeber, bei denen der offensivere Stiven Rivic für Christian Bassila in die Startelf gerückt war, schenkten Bielefeld erst einmal drei gute Tor-Möglichkeiten. Erst spielte Denis Sörensen einen schlampigen Rückpass, Artur Wichniarek ging dazwischen, verfehlte aber aus spitzem Winkel (3.). Dann traf der freistehende Oliver Kirch aus 15 Metern den Ball nicht (5.). Und schließlich schloss Daniel Halfar nach Fehler von Igor Mitreski viel zu lasch ab (16.). Energie agierte in der Abwehr unkonzentriert und fand nur schwer ins eigene Offensiv-Spiel. «Die Nerven haben eine große Rolle gespielt», bemerkte Matchwinner Skela.
Erst nach knapp einer halben Stunde setzte Kapitän Frank Rost mit einem 18-Meter-Schuss das Signal. Rowen Fernandez, der trotz der Genesung von Mathias Hain als Nummer 1 im Arminen-Tor blieb, konnte den Ball nicht festhalten - doch ohne Konsequenzen. Cottbus übernahm zwar mehr und mehr die Initiative, die Fehlerquote aber blieb hoch. Glück hatten die Gäste, als sie Stanislaw Angelow durch ihren Strafraum spazieren ließen, der Bulgare aber verzog (33.). Kurz danach kam Vragel da Silva nach langem Pass einen Sekunden-Bruchteil zu spät (38.). Skela, zuletzt mit drei Treffern in zwei Spielen schon der Cottbuser Sieg-Garant, zielte aus guter Position zu hoch (44.).
Kurz nach der Pause aber machte der Albaner dann doch seinen siebenten Saisontreffer. Nach Handspiel von Markus Schuler entschied Referee Florian Meyer auf Elfmeter, Skela behielt die Nerven. «Ich habe lange gewartet», beschrieb der Albaner die spielentscheidende Situation. Bielefeld musste nun seine kompakte Deckung öffnen - die Lausitzer bekamen Konterchancen. Der eingewechselte Michal Papadopulos verpasste völlig frei die Entscheidung (65.). Doch auch die letzten Bemühungen der Arminia brachte keinen zählbaren Erfolg mehr, denn Schuler und Rüdiger Kauf (88.) vergaben ihre Möglichkeiten.
dpa
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