Mittwoch, 16. April 2008 / 22:29 Uhr
Duisburg - Der abstiegsbedrohte MSV Duisburg hat im Duell der Aufsteiger mit dem 0:1 (0:0) gegen den Karlsruher SC den Ruf als heimschwächste Mannschaft der Fußball-Bundesliga bestätigt.
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Auch der Psychotrick mit den gelben Auswärtstrikots half den nur zweimal in der MSV-Arena in dieser Saison erfolgreichen Duisburgern vor 20 255 Zuschauern nichts. Die Gäste aus Baden beendeten durch das Tor von Tamas Hajnal (81. Minute) eine Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg.
«Für uns war es wichtig, nach langer Zeit, in der wir nicht erfolgreich waren, wieder gewonnen zu haben. Wir haben die drei Punkte verdient», lautete die knappe Analyse von KSC-Trainer Edmund Becker. Sein Duisburger Kollege Rudi Bommer haderte dagegen mit dem erneuten Punktverlust vor heimischem Publikum: «Wenn man gegen Werder und den HSV auswärts gewinnt, ist es besonders bitter, wieder zweimal zu Hause verloren zu haben.»
Der MSV wollte nach dem 1:0 beim HSV unbedingt nachlegen und den ersten Doppel-Sieg in der Bundesliga seit 1999 schaffen. Dabei musste der Gastgeber auf den verletzten Abwehrchef Iulian Filipescu und den noch Gelb-gesperrten Mihai Tararache auskommen. Erstmals wieder auf der Bank war nach der Aufhebung seiner Suspendierung wegen Aufsässigkeit der slowenische Nationalspieler Klemen Lavric, der nach der Pause als zweiter Angreifer neben Claudiu Niculescu eingewechselt wurde und für mehr Druck sorgen sollte. Besonders motiviert war MSV-Profi Adam Bodzek, dessen Vertragsverlängerung um drei Jahre kurz vor dem Anpfiff bekanntgegeben wurde.
Den Duisburgern merkte man an, dass sie unbedingt noch einen Dreier einfahren wollten. Allerdings konnten sie aus ihrer Feldüberlegenheit in der ersten Hälfte wenig Kapital schlagen. Zwei Schüsse von Niculescu (10.) und Tobias Willi (21.) bereiteten KSC- Keeper Markus Miller keine Mühe. Glück hatte dieser aber, als in der 26. Minute Blagoy Georgiew aus 18 Metern nur die Querlatte traf.
Der stark gestartete Mitaufsteiger aus Karlsruhe hatte zuletzt eine Negativserie von sechs Partien ohne Sieg seit dem 1. März hingelegt. Bei dem Vorhaben, diese Durststrecke zu beenden, fehlten an der Wedau Maik Franz, Michael Mutzel und Bradley Carnell. Dementsprechend vorsichtig und zögerlich begann der KSC das Spiel, versetzte den Platzherren aber einige gefährliche Nadelstiche. In der 28. und 29. Minute vergaben Mario Eggimann per Kopf und Timo Staffelt aus Nahdistanz gute Chancen. Zehn Minuten später konnte MSV-Abwehrspieler Michael Lamey einen Schuss von Sebastian Freis vor der Linie noch abwehren.
Nach dem Wiederanpfiff war es erneut Freis (50.), der mit einem Heber über Duisburgs Schlussmann Tom Starke beinahe die Führung erzielt hätte: Doch diesmal konnten Fernando Avalos den Ball noch weggeschlagen. Der Argentinier hätte um ein Haar in der 67. Minute das 1:0 erzielt, doch seine verunglückte Flanke landete auf der Latte. Besser machte es Hajnal, der in der 81. Minute das Siegtor schoss.
dpa
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