Samstag, 3. Mai 2008 / 17:24 Uhr
Rostock - Der Hamburger SV hat seine Krise in der Fußball- Bundesliga beendet. Nach sechs Spielen ohne Sieg gewann die Mannschaft von Trainer Huub Stevens das Nord-Derby beim FC Hansa Rostock mit 3:1 (2:0).
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Vor 28 000 Zuschauern in der ausverkauften DKB-Arena beendeten Ivica Olic (18., 51.) und Kapitän Rafael van der Vaart (27) mit ihren Treffern zudem die Torflaute des HSV, der zuvor in vier Spielen nicht getroffen hatte. Der Hamburger Joris Mathijsen (76.) markierte mit einem Eigentor den Endstand. Hamburg steht nach dem 13. Saisonsieg auf Platz vier. Rostock ist Vorletzter und hat fünf Zähler Rückstand auf einen Nicht- Abstiegsplatz.
Hamburgs Trainer Stevens hatte vor der Partie von einem Endspiel gesprochen. Seine Mannschaft ließ dieser Ankündigung in der Anfangsviertelstunde jedoch keine Taten folgen. Der designierte Absteiger aus Mecklenburg spielte aggressiv und hätte durch Tobias Rathgeb per 23-Meter-Freistoß (7.) und Gledson mit einem Kopfball (10.) in Führung gehen können.
Doch mit dem ersten schnellen Angriff stellte der HSV das Spiel auf den Kopf. Über nur drei Stationen überbrückten die Gäste das komplette Spielfeld. Paolo Guerrero steckte dabei den Ball gekonnt auf Olic durch, der Rostocks Torhüter Jörg Hahnel keine Chance ließ. Hahnel stand um ersten Mal in der Rückrunde für Stammtorhüter Stefan Wächter (Kreuzbandriss) zwischen den Pfosten.
Nach der Hamburger Führung kam von den Gastgebern nicht mehr viel. Planlos, hilflos und erfolglos agierte die Pagelsdorf-Elf und erreichte wieder einmal kein Bundesliga-Niveau. Ganz anders der HSV: Nach einer Flanke von Olic nahm van der Vaart den Ball volley und sorgte mit einem sehenswerten Seitfallzieher für die 2:0-Führung. Für den Niederländer war es Saisontreffer Nummer elf.
In der 2. Halbzeit sorgten die Hamburger schnell für klare Verhältnisse. Nach mehreren Patzern in der Hansa-Abwehr kam Olic aus knapp 20 Metern frei zum Schuss und erhöhte sein Torkonto in dieser Saison auf 12 Treffer. Der HSV dominierte fortan die Partie nach Belieben gegen sich aufgebende Rostocker und vergab leichtfertig einen deutlich höheren Sieg. Die beste Möglichkeit hatte Nigel de Jong (62.), der freistehend aus acht Metern am Tor vorbei schoss.
Eine ähnlich hochkarätige Chance war für die Hausherren nicht zu notieren. Nach nur einem Sieg aus den vergangenen elf Spielen ist das Erlebnis Bundesliga für den Aufsteiger wohl nach einem Jahr schon wieder beendet. Da half auch nicht das Eigentor von Mathijsen, der einen ungefährlichen Kopfball von Enrico Kern zum 1:3 ins HSV-Tor lenkte.
dpa
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