Dienstag, 6. Mai 2008 / 20:07 Uhr
Aue - Der FC Carl Zeiss Jena steht als erster Absteiger aus der 2. Fußball-Bundesliga fest. Die Thüringer unterlagen im Ost-Duell beim mitgefährdeten FC Erzgebirge Aue mit 0:5 (0:2).
anzeige
Vor 10 500 Zuschauern erzielten Fiete Sykora (24.), Tom Geißler (37.), Florian Heller (66.) und Jiri Kaufman (68./88.) die Treffer zum verdienten Erfolg der Gastgeber, die mit ihrem ersten Sieg nach zehn erfolglosen Begegnungen die Hoffnung auf den Klassenverbleib nährten.
«Das war ein Offenbarungseid», sagte Jenas Präsident Rainer Zipfel und suchte nach dem desaströsen Auftritt ebenso nach Worten wie Trainer Henning Bürger. «Das ist nicht erklärbar, wir waren kollektiv gehemmt», meinte der Coach. Besonders bitter für die Jenaer war die Tatsache, dass zwei «Ehemalige» an ihrer Niederlage in dem so wichtigen Spiel großen Anteil hatten. Für Heiko Weber, der Jena einst aus der Oberliga in die zweithöchste deutsche Spielklasse geführt hatte, war es der erste Sieg als Aue-Trainer. Sykora, der in der Sommerpause aus den Kernbergen gekommen war, schoss seinen ehemaligen Club vor der Pause fast im Alleingang ab: Zunächst köpfte er einen Freistoß von Geißler ein, dann gab die Vorlage zum 2:0.
Jena präsentierte sich nicht zweitligareif und zeigte während der 90 Minuten kaum Gegenwehr. Ohne den verletzten und nach der Saison zum VfB Stuttgart abwandernden Regisseur Jan Simak gelang im Spiel nach vorn nichts. «Ich habe keine Erklärung für den Auftritt und kann mich nur entschuldigen für das abgelieferte Spiel. Es war kaum einer eines Profispielers würdig», stammelte Jenas Sportdirektor Carsten Linke.
dpa
0 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
"Fussball ist mehr als nur ein Sport. Fussball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich." Aktuelles zur Droge Fussball, spitz und ohne redaktionelle Schranken, aus unserem Fussball Blog
Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Eduard Geyer (Ex-Trainer von FC Energie Cottbus [im Abstiegskampf mit Cottbus] nach einem Spiel im TV-Interview): Es muss eine Kehrtwende geben. Und die muss 360 Grad sein.
Kommentar schreiben