Dienstag, 6. Mai 2008 / 22:21 Uhr
Dortmund - Der VfB Stuttgart hat seine gute Ausgangsposition im Kampf um einen Europapokal-Platz verspielt. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh wurde erneut Opfer ihrer Auswärtsschwäche und musste beim 2:3 (0:1) gegen Borussia Dortmund die zehnte Niederlage in der Fremde hinnehmen.
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Vor 64 400 Zuschauern im Signal Iduna Park sorgten Tinga (35.) und Alexander Frei (59./79.) für den verdienten Erfolg der Borussia, die damit die letzten Zweifel am Klassenverbleib ausräumte. Für den VfB war es die erste Niederlage in Dortmund seit August 2002. Daran konnten auch die Saisontreffer 17 und 18 von Mario Gomez (55./83.) nichts ändern.
«Wir müssen die letzten beiden Spiele gewinnen und hoffen, dass es dann reicht. Aber wir sind auf andere angewiesen», sagte der «Fußballer des Jahres» enttäuscht. Der in der Kritik stehende BVB- Coach Thomas Doll meinte über den Heimsieg: «Für einen Trainer in meiner Position ist das nicht so schlecht. Auch für mich war das wichtig.» Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke versicherte: «Der Trainer hat die volle Rückendeckung des Vereins. Das weiß er auch.»
Ohne die angeschlagenen Stammkräfte Sebastian Kehl, Mladen Petric und Florian Kringe waren die Gastgeber sichtlich bemüht, sich mit ihren zuletzt verärgerten Fans zu versöhnen. Anders als beim dürftigen Auftritt gegen Nürnberg vier Tage zuvor stimmte der Einsatz. Die zweitbeste Rückrunden-Mannschaft aus Stuttgart, bei der der wiedergenese Thomas Hitzlsperger zunächst auf der Bank saß, behielt dennoch zunächst die Kontrolle über die Partie. Allerdings gelang es auch den Schwaben nicht, die gegnerische Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Deshalb verlebten beide Torhüter eine geruhsame Anfangsphase.
Erst nach einer halben Stunde stieg der Unterhaltungswert der Partie merklich an. Dafür sorgte vor allem der BVB, der bei einem Fernschuss von Nelson Valdez (33.) knapp über das Tor der Führung erstmals nahe war. Zwei Minuten später wurde der größere Elan des Gastgebers dann doch belohnt. Aus elf Metern erzielte der Brasilianer Tinga seinen vierten Saisontreffer und beendete damit die seit August 2002 währende Torflaute der Borussia in Heimspielen gegen den VfB. Der Gegentreffer animierte den VfB jedoch nicht zu verstärkter Gegenwehr. Nur bei einem Schuss von Pavel Pardo (39.) musste BVB- Keeper Marcel Höttecke eingreifen.
Daran sollte sich nach Wiederanpfiff nicht viel ändern. Der BVB war das aktivere Team und durch Jakub Blaszczykowski (48.) dem 2:0 nahe, aber Antonio da Sila klärte kurz vor der Torlinie in höchster Not. Und doch fanden die Stuttgarter zurück ins Spiel. Gleich die erste Torchance nutzte Gomez aus kurzer Distanz per Kopf zum Ausgleich. Die Freude über das 17. Saisontor des Torjägers währte aber nur vier Minuten: Einen Freistoß aus 18 Metern zirkelte Kunstschütze Frei gekonnt in die lange Ecke des VfB-Gehäuses. Ein Konter der Borussia mitten hinein in die Stuttgarter Drangphase sorgte für die Entscheidung: Nach Zuspiel von Valdez war Frei erneut zur Stelle. Auch der weitere Treffer von Gomez war zu wenig, obwohl der VfB in der turbulenten Schlussminute noch mehrere Chancen vergab.
dpa
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