Samstag, 10. Mai 2008 / 18:39 Uhr
Bielefeld - Das Zittern nimmt kein Ende, Arminia Bielefeld steht im Kampf um den Klassenverbleib ein Herzschlagfinale bevor. Die Ostwestfalen kamen gegen Pokalfinalist Borussia Dortmund nur zu einem 2:2 (2:1).
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Damit können sie erst im letzten Saisonspiel am 17. Mai beim entthronten Meister VfB Stuttgart die weitere Zugehörigkeit zur Fußball-Bundesliga sichern. Vor der Saison-Rekordkulisse von 27 400 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften SchücoArena erzielten Thorben Marx (24. Minute/Foulelfmeter) und Artur Wichniarek (34.) die Bielefelder Treffer. Für den stark ersatzgeschwächten BVB war der frühere Armine Delron Buckley (28.) erfolgreich. Den zweiten BVB-Treffer besorgte Arminen-Keeper Rowen Fernandez (83.) mit einem Eigentor.
Dem ersten Frust folgte die sofortige Trotzreaktion. «Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Klasse halten werden in Stuttgart», sagte Arminia-Trainer Michael Frontzeck, der früher selbst beim VfB aktiv war. Eine «gewisse Bitternis» wollte der 44-Jährige nicht verhehlen: «Aber die darf sich jetzt nicht ausbreiten.» BVB-Coach Thomas Doll lobte den enormen Willen seines Teams: «Wenn man bedenkt, dass wir acht wichtige Spieler nicht dabei hatten, dann haben wir eine große Moral bewiesen.»
Nach drei Heimsiegen hintereinander herrschte bei der Frontzeck-Elf vor dem Aufeinandertreffen mit dem künftigen UEFA-Cup-Teilnehmer große Zuversicht, zumal die Dortmunder auf der früheren «Alm» in acht der vergangenen zehn Spiele ohne Treffer geblieben waren. Die Partie begann schwungvoll, Alexander Frei (8.) für den BVB und Sibusiso Zuma (11.) auf der Gegenseite hatten gute Tormöglichkeiten. Dann ging Bielefeld durch einen von Marx verwandelten Foulelfmeter in Führung, nachdem Dortmunds Schlussmann Marcel Höttecke Wichniarek gefoult hatte. Für Marx war es im 49. Einsatz der erste Treffer überhaupt im Arminia-Trikot.
Nur vier Minuten später glich der ehemalige Bielefelder Buckley nach Vorlage von Frei mit seinem ersten Saisontreffer aus, ehe Wichniarek nach einer herrlichen Flanke von Daniel Halfar mit seinem zehnten Treffer in dieser Spielzeit per Kopf die Halbzeitführung der Gastgeber besorgte.
Zuma (47.) und der Dortmunder Jakub Blaszczykowski (50.) eröffneten den zweiten Durchgang mit guten Möglichkeiten. Bielefeld drängte auf die Entscheidung, doch die Begegnung blieb offen. Riesenjubel gab es dann, als die 1:0-Führung von Herta BSC gegen den Bielefelder Abstiegskonkurrenten aus Nürnberg eingeblendet wurde - die Fans witterten die Rettung. Von der 78. Minute an agierten die Gastgeber in Überzahl, weil Robert Kovac wegen wiederholten Foulspiels des Feldes verwiesen wurde. Fünf Minuten später fiel zum Entsetzen der Bielefelder das 2:2, als ein Freistoß des Schweizers Frei an den Pfosten, dann an Fernandez und vom Kopf des südafrikanischen Keepers unglücklich ins Netz prallte.
Frontzeck bot vier Neue in seiner Startelf auf. Bei Dortmund, das sich am Dienstag mit dem 3:2 gegen Stuttgart vorzeitig gerettet hatte, kehrte der ehemalige Nationalverteidiger Christian Wörns an seinem 36. Geburtstag in die Innenverteidigung zurück.
dpa
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