Samstag, 17. Mai 2008 / 18:35 Uhr
Bochum - Hansa Rostock hat sich nach nur einem Jahr mit dem dritten Saison-Auswärtssieg und nicht als Tabellenletzter aus der Fußball-Bundesliga verabschiedet.
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Das bereits seit einer Woche als Absteiger feststehende Team von Trainer Frank Pagelsdorf gewann beim VfL Bochum im vorerst letzten erstklassigen Auftritt mit 2:1 (1:1). Verteidiger Mergim Mavraj brachte Bochum bei seinem Startelf-Debüt und dem Premieren-Treffer in Liga eins in Führung (36. Minute). Enrico Kern (40.) gelang wenig später das 1:1. Fin Bartels (77.) sorgte mit einem herrlichen Distanzschuss für die Entscheidung, mit der Rostock das «Schlusslicht» noch an den MSV Duisburg abgab.
«Die vergangenen Tage waren nicht ganz so einfach für meine Mannschaft. Deshalb muss ich ihr Respekt zollen für diesen Erfolg», lobte Pagelsdorf den couragierten Auftritt seiner Elf. Auf der Gegenseite musste Marcel Koller einräumen, dass der Saisonausstand der Bochumer unter keinem glücklichen Stern stand: «Es war einfach kein gutes Spiel von unserer Seite.» Immerhin beendete Bochum die Spielzeit vor dem Revier-Konkurrenten Borussia Dortmund als Zwölfter - das ist für den VfL auch diesmal eine Genugtuung.
Wegen der Stehplatzsperre nach den Ausschreitungen Bochumer Hooligans am 3. Mai in Bielefeld und der Einstufung als Hochsicherheitspartie bot die VfL-Heimspielstätte nur rund 19 000 Besuchern Platz. Offiziell wurde die Zuschauerzahl mit 18 883 angegeben. Wegen starker Rauchentwicklung nach dem Abbrennen von Leuchtkörpern im Rostock-Block begann die Begegnung mit fünf Minuten Verspätung. Trotz der Aufforderung, dies zu unterlassen, wiederholten sich im weiteren Verlauf diese Vorfälle zweimal.
Hansa drohte schon nach elf Minuten der Rückstand, als Mavraj nur das Aluminium traf. Doch Rostock spielte munter mit und hatte durch Kern (20.) ebenfalls einen Lattentreffer. In der 36. Minute krönte der 21-jährige Mavraj seinen Auftritt nach Flanke von Joel Epallé per Kopf mit dem 1:0. Vier Minuten später glich Hansa-Spielführer Kern im Nachsetzen aus. Unmittelbar nach dem Wechsel hatten Stanislav Sestak (46.) und Mavraj (47.) für Bochum sowie auf der Gegenseite Zafer Yelen (50.) Top-Möglichkeiten, die aber ungenutzt blieben. Bartels machte dann die dritte Heimniederlage des schwachen VfL perfekt.
Beide Trainer mussten sich am 34. Spieltag wegen zahlreicher Ausfälle neu orientieren. Pagelsdorf nahm im Vorgriff auf die neue Zweitliga-Saison die Nachwuchskräfte Simon Tüting, der in der 62. Minute eingewechselt wurde und auch eine Torchance (70.) hatte, sowie Sebastian Albert neu in den Kader. Der glücklose Angreifer Victor Agali meldete sich bei Hansa kurzfristig verletzt ab, beim VfL musste Mimoun Azaouagh passen.
dpa
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