Samstag, 16. August 2008 / 20:22 Uhr
Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg hat mit einem 2:1 (0:1)-Heimsieg über den 1. FC Köln einen erfolgreichen Einstand in die neue Fußball-Bundesligasaison gefeiert.
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Christian Gentner (48. Minute) und Zvjezdan Misimovic (78.) erzielten vor 29 085 Zuschauern in der Volkswagen Arena die Tore für den UEFA-Cup-Teilnehmer. «Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft und sehr froh, dass wir besser als im vergangenen Jahr gestartet sind», sagte VfL-Trainer Felix Magath, der mit dem VfL vor Jahresfrist mit einer Niederlage gegen Arminia Bielefeld begonnen hatte.
Milivoje Novakovic (20.) hatte Köln in Führung geschossen. «45 Minuten lang haben wir uns sehr gut aus der Affäre gezogen. Danach sind wir dann unter Dauerdruck geraten. Das Ergebnis geht aufgrund der zweiten Halbzeit in Ordnung», sagte FC-Trainer Christoph Daum.
Bei idealen Bedingungen mit 20 Grad und Sonnenschein erspielten sich die Hausherren von Beginn an klare optische Vorteile, obwohl sie innerhalb von nur einer Woche praktisch ihre gesamte Offensiv-Abteilung auswechseln mussten. Zunächst meldete sich Edin Dzeko mit einer Sprunggelenksblessur ab, dann wurde Marcelinho nach Brasilien verkauft und zu allem Überfluss noch Torjäger Grafite nach einer Roten Karte gesperrt. Magath sah sich so genötigt, in Ashkan Dejagah einen offensiven Mittelfeldspieler als einzige Spitze aufzustellen.
Der U 21-Nationalspieler tat sich in der ungewohnten Rolle jedoch sehr schwer und konnte sich kaum in Szene setzen. Dejagah hat sich im Spiel in einem Zweikampf eine Schädelprellung mit starkem Bluterguss erlitten, wie der Bundesligist mitteilte. Der Spieler wurde nach der Partie im Wolfsburger Klinikum behandelt, konnte das Krankenhaus aber wieder verlasen.
Für die besten Toraktionen sorgte in Jonathan Santana dann auch ein Mann aus dem kompakten Mittelfeld. Der Nationalspieler Paraguays prüfte Kölns Keeper Fary Mondragon mit zwei satten Distanzschüssen (7./11.), die jedoch nicht den Weg ins Tor fanden. Die mit fünf Neuen angetretenen Gäste machten es besser und waren vor allem effektiver.
Ihre einzig wirklich gefährliche Chance vor der Pause verwertete Novakovic per Kopf unhaltbar für Diego Benaglio. Vorarbeiter war ausgerechnet Sergiu Radu, für den Magath beim VfL keine Verwendung mehr hatte. In dieser wie in einigen anderen Szenen sah die VfL-Abwehr mit den beiden Weltmeistern Cristian Zaccardo und Andrea Barzagli, die ihre Bundesliga-Debüts feierten, alles andere als gut aus.
Der unerwartete Rückstand brachte die «Wölfe» aus dem Rhythmus. Das Spiel nach vorn sah zwar weiter gefällig aus, klare Möglichkeiten mündeten daraus allerdings nicht. Mondragon musste sich lediglich in der 41. Minute noch einmal ganz lang machen und einen Kopfball von Dejagah aus dem rechten unteren Toreck kratzen.
Magath reagierte auf den Rückstand und brachte zum Wiederanpfiff zwei neue Leute. Die Maßnahme zahlte sich sofort aus. Gentner traf im Nachschuss zum Ausgleich, und der eingewechselte vorjährige Regionalliga-Torschützenkönig Mahir Saglik hätte zwei Minuten später beinahe die Führung erzielt. Er vergab aber - wie in der Folge noch einige Male. So mussten die Wolfsburger Anhänger weiter zittern, ehe sie Marcelinho-Nachfolger Misimovic dann erlöste.
dpa
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