Montag, 25. August 2008 / 22:30 Uhr
Kaiserslautern - Der 1. FC Nürnberg hat auf dem angestrebten Weg zurück in die Fußball-Bundesliga bereits am 2. Spieltag den ersten herben Dämpfer erhalten. Die Franken verloren das Zweitliga-Spitzenspiel beim 1. FC Kaiserslautern mit 1:2 (0:2).
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Besonders im ersten Durchgang zeigten die Nürnberger eine desolate Leistung. Vor 34 674 Zuschauern auf dem Betzenberg erzielten Florian Dick (22.) und Erik Jendrisek (36.) bei einem Gegentor von Isaac Boakye (47.) die Treffer für die «Roten Teufel», die mit dem Erfolg ihren «Montags-Fluch» beendeten. In der vergangenen Spielzeit hatte der FCK, der nun zusammen mit dem FSV Mainz 05 die Tabelle anführt, keine einzige Partie am Montagabend gewinnen können.
«In der ersten Halbzeit war das das Beste, was die Leute hier seit Jahren gesehen haben. Wir haben es nur versäumt, mehr Tore zu machen», lobte der Vorstandsvorsitzende der Lauterer, Stefan Kuntz. Nürnbergs Defensivspieler Javier Pinola war dagegen enttäuscht. «Wir haben heute nicht gut gespielt. Darüber werden wir in der kommenden Woche reden müssen», sagte Pinola, der nach wie vor bei Borussia Dortmund im Gespräch ist.
Nürnberg zeigte besonders in der Defensive eklatante Schwächen. Der Ausfall von Kapitän Andreas Wolf, der nach einem Kreuzbandriss sechs Monate fehlen wird, konnte vom Franzosen Jacques Abardonado nicht kompensiert werden. Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader war dementsprechend bedient und kündigte in der Pause die Verpflichtung eines weiteren Verteidigers an. «Wir schwimmen hinten ganz schön. Es kann sehr gut sein, dass wir bis zum 31. August noch einen Spieler verpflichten.»
Die Gastgeber, bei denen Trainer Milan Sasic wie erwartet auf ein System mit zwei Spitzen umgestellt hatte, begannen dagegen druckvoll. Das junge Sturmduo Jendrisek-Ziemer sorgte im ersten Zweitliga-Duell der beiden Traditionsvereine überhaupt immer wieder für Unruhe in der wackeligen Nürnberger Abwehr. In der 22. Minute brachte der vom Karlsruher SC gekommene Dick die Gastgeber in Führung, nachdem die Gäste den Ball nach einem Freistoß des erst kürzlich verpflichteten Dragan Paljic nicht klären konnten.
Rund eine Viertelstunde später erhöhte Jendrisek nach schwerem Patzer von José Goncalves auf 2:0. «Ich bin sehr glücklich. Die Tore tun mir und dem Team sehr gut», sagte der Angreifer. Der Slowake hätte wenig später sogar das 3:0 machen können, scheiterte aber an Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer, anstatt Marcel Ziemer zu bedienen. Von den auf vier Positionen veränderten Franken war dagegen im ersten Durchgang nichts zu sehen. Erst nach der Pause zeigte das Team von Trainer Thomas von Heesen mehr Einsatz und kam durch Boakye 81 Sekunden nach dem Seitenwechsel zum Anschlusstreffer. Doch die zu erwartende Drangphase des großen Aufstiegsfavoriten blieb aus, so dass die Hausherren wenig Mühe hatten, den Vorsprung über die Zeit zu retten.
dpa
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