Samstag, 30. August 2008 / 21:20 Uhr
Bielefeld - Beim Hamburger SV reifen Träume von einer erfolgreichen Saison auf Augenhöhe mit Titelfavorit FC Bayern München.
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Das 4:2 (1:2) bei Arminia Bielefeld ebnete der in den vergangenen Tagen für rund 27 Millionen Euro veredelten Mannschaft von Trainer Martin Jol den Weg in obere Tabellenregionen der Fußball-Bundesliga. Vor 24 500 Zuschauern in der Schüco-Arena bewahrten der Ex-Bielefelder Bastian Reinhardt (40./50.), Ivica Olic (64.) und David Jarolim (77.) ihr Team vor der ersten Saisonschlappe. In einem sehenswerten Bundesliga-Spiel hatten Chris Katongo (9.) und Artur Wichniarek (37.) zuvor für die Führung der Arminia gesorgt.
Die Tatsache, dass wie schon beim Saisonauftakt in München ein Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt werden konnte, veranlasste HSV-Torhüter Frank Rost zu Lobeshymnen: «Das zeigt, dass unser Team absolut intakt ist und über eine gute Moral und Kampfkraft verfügt.» Bei Arminia-Trainer Michael Frontzeck hielt sich die Enttäuschung trotz der Niederlage und des bisher dürftigen Punktekontos in Grenzen. «Normalerweise bin ich nach einem solchen Spiel sauer, aber heute kann ich es nicht sein. Meine Mannschaft hat ein hervorragendes Spiel gezeigt.»
Der ehemalige Münchner Marcell Jansen war der einzige Neuzugang in der Startformation des HSV. Dagegen musste Mladen Petric erneut mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen und wurde erst zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt. Abwehrspieler Silva wird erst am 11. September in Hamburg erwartet. Regisseur Neves erhält nach Club-Angaben einen Fünf-Jahres-Vertrag und soll schon am 31 August in seiner neuen sportlichen Heimat vorgestellt werden. Doch die Aussicht auf künftige hochkarätige Konkurrenz schien die HSV-Profis eher zu lähmen. Denn nicht die favorisierten Norddeutschen, sondern die Arminen bestimmten zunächst das Geschehen.
Nach einem Fehler von Abwehrspieler Guy Demel war Bielefeld der Führung bereits in der 5. Minute nahe: Doch der laufstarke und trickreiche Katongo traf aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Den nächsten Demel-Schnitzer nur kurze Zeit später nutzte der rund 1,7 Millionen Euro teure Bielefelder Neuzugang aus Kopenhagen allerdings per Abstauber zum 1:0. Die Gegenwehr der Gäste hielt sich in dieser Phase in Grenzen: Nur bei Schüssen von Piotr Trochowski (7.) und Nigel de Jong (25.) war Torgefahr erkennbar.
Die höhere Laufbereitschaft der Arminia wurde noch vor der Pause ein zweites Mal belohnt. Der wiedererstarkte Wichniarek enteilte seinen Gegenspielern und erzielte mit einem Flachschuss ins lange Eck aus 14 Metern sein bereits viertes Saisontor. Die Freude der Ostwestfalen über die vermeintliche Vorentscheidung währte jedoch nur drei Minuten. Eine Kooperation von zwei Abwehrspielern brachte den HSV zurück ins Spiel: Nach Zuspiel von Demel beförderte Reinhardt den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.
Beflügelt vom Anschlusstreffer erwachten die Gäste nach Wiederanpfiff zu neuem Leben. Erneut stellte Defensivkraft Reinhardt Torjäger-Qualitäten unter Beweis und nutzte eine Trochowski-Flanke zum 2:2. Damit nicht genug: Mit seinem ersten Saisontor zum 3:2 brachte Olic die Gäste in Führung. Zwar bemühte sich die Arminia danach um den Ausgleich, musste aber einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Ein Fernschuss von Jarolim, den Michael Lamey abfälschte, sorgte für die Entscheidung zugunsten des HSV.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Eduard Geyer (Ex-Trainer von FC Energie Cottbus [im Abstiegskampf mit Cottbus] nach einem Spiel im TV-Interview): Es muss eine Kehrtwende geben. Und die muss 360 Grad sein.
1. Puyol schrieb am 30.08.2008 um 21:55:16:
Der HSV war zwar defensiv grottenschlecht, aber im Angriffspiel kann aktuell nur Leverkusen und Hoffenheim mithalten. Interresant wird es sein zu sehen ob Alex Silva die Abwehr stabilisieren kann und wie die Taktik von Jol aussieht wenn er Offensiv mit Olic,Neves,Guerrero,Petric,Castelen(wenn er wieder fit ist),Trochowski und dem talentierten Pitroipa sieben starke Offensivspieler zur verfügung stehen hat.
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