Samstag, 30. August 2008 / 18:35 Uhr
Leverkusen - Der Höhenflug von 1899 Hoffenheim ist gestoppt. Der kesse Neuling aus dem Badischen musste mit dem 2:5 (1:3) bei Bayer Leverkusen die erste Niederlage und die ersten Gegentore seit dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga hinnehmen.
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Vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften Baustelle BayArena waren für die Elf des neuen Trainers Bruno Labbadia Karim Haggui (8. Minute), Manuel Friedrich (17.), Stefan Kießling (36./87.) und Tranquillo Barnetta (83.) erfolgreich. Für den mutigen Neuling trafen Vedad Ibisevic (20.) und Sejad Salihovic (58./Foulelfmeter).
«Über die gesamten 90 Minuten gesehen ist der Leverkusener Sieg verdient. Aber er ist um mindestens ein Tor zu hoch ausgefallen», kommentierte Gäste-Coach Ralf Rangnick das 2:5, bei dem seine junge Elf «ein paar Fehler zu viel gemacht» habe. Der neue Bayer-Trainer Bruno Labbadia war von den fünf Toren angetan, hatte aber auch etwas zu bemängeln: «Nach der Halbzeit haben wir unterbewusst einen Gang zurückgeschaltet. Das darf man gegen Hoffenheim nicht.»
In einer Partie mit hohem Unterhaltungswert und packenden Szenen in beiden Strafräumen ging Bayer durch einen Haggui-Kopfball nach Flanke von Barnetta schon früh in Führung. Für den Tunesier war es der erste Bundesligatreffer seit dem 16. März. Kurz darauf hatte Nationalstürmer Patrick Helmes (11./16.) gleich zweimal die Chance zum 2:0, das dann aber Friedrich ebenfalls per Kopf und nach Vorlage von Barnetta erzielte.
Hoffenheim wirkte kurze Zeit leicht desorientiert. Trotzdem gelang den Badenern durch den vierten Saisontreffer von Ibisevic, ebenfalls per Kopf, der Gegentreffer. Doch die Gastgeber, die die vergangenen drei Heimspiele verloren hatten, ließen sich nicht beirren und hatten durch Renato Augusto (23.) und Kießling (27.) weitere hochkarätige Möglichkeiten. Neun Minuten vor dem Halbzeitpfiff gelang dann Kießling der dritte Bayer-Treffer.
Nach dem Wechsel übernahm die in der Abwehr anfällige Rangnick-Elf die Initiative und überzeugte mit gelungenen Angriffskombinationen. Der eingewechselte Selim Teber prüfte Bayer-Keeper Benedikt Fernandez (51.), eine Minute darauf scheiterte auf der anderen Seite Barnetta aussichtsreich an Ramazan Özcan. Als Constant Djakpa in der 57. Minute Ibisevic im Bayer-Strafraum zu Fall brachte, gab es Strafstoß, den Salihovic sicher verwandelte. In dieser Phase wackelte Leverkusen bedenklich, doch Hoffenheim konnte aus seiner nun deutlichen Überlegenheit keinen Profit schlagen. Im Gegenteil: Dem überragenden Barnetta gelang sieben Minuten vor dem Ende die Entscheidung. Kießling erhöhte sogar auf 5:2.
dpa
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