Sonntag, 7. Dezember 2008 / 20:27 Uhr
Wolfsburg - Selbst ein Feldspieler als Elfmeter-Töter hat die Pleitenserie von Hannover 96 auf fremden Plätzen in der Fußball-Bundesliga nicht beendet. Beim 1:2 (0:1) im Niedersachsen-Derby beim VfL Wolfsburg hielt Jan Rosenthal einen Foulelfmeter von VfL-Stürmer Edin Dzeko (82.).
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Rosenthal hatte ins Tor gehen müssen, weil sein Keeper Florian Fromlowitz die Rote Karte für das Foul an Dzeko im Strafraum gesehen hatte und das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war. «Ich habe versucht, die Mannschaft im Spiel zu halten», meinte der traurige Held über seine Glanztat. «Dafür können wir uns auch nichts kaufen.»
Die Rote Karte für Fromlowitz will Hannover nicht auf sich sitzen lassen. Sportdirektor Christian Hochstätter kündigte einen Protest an: «Wir wollen dagegen vorgehen.» 96-Trainer Dieter Hecking war überzeugt: «Das war kein Elfmeter.» Doch Hecking hatte schon in der Pause einigen Ärger. Aus disziplinarischen gründen ließ er seinen Kapitän Hanno Balitsch in der Kabine. «Mal streitet man sich, mal nicht. So ist das halt», äußerte sich Hecking wenig konkret über den Vorfall.
Sportlich sieht es für sein Team nach der siebten Niederlage im achten Auswärtsspiel der Saison und der schlechtesten Bilanz auf des Gegners Platz als Bundesligisten. Der VfL Wolfsburg ist indes zu Hause eine Macht. Weltmeister Cristiano Zaccardo (32.) brachte nach exzellenter Kombination mit seinem Bundesliga-Premieren-Tor den VfL in Führung. Jiri Stajner (59.) nutzte eine kurze Schwächeperiode der Gastgeber zum Ausgleich. Nur vier Minuten später stellte Zvjezdan Misimovic per Freistoß die Verhältnisse gegen die kämpfenden, aber spielerisch limitierten Hannoveraner wieder her und beschenkte seinen Trainer Felix Magath zum 50. Bundesligaspiel auf der VfL-Trainerbank. «Das ist ein perfektes Ergebnis», meinte Torschütze Zaccardo.
Denn auch im achten Auswärtsspiel der Saison blieb Hannover ohne Sieg und hat die schlechteste Bilanz auf des Gegners Platz in der Bundesliga. Der VfL Wolfsburg ist indes zu Hause eine Macht und bleibt ungeschlagen. Weltmeister Cristiano Zaccardo (32.) brachte nach exzellenter Kombination mit seinem Bundesliga-Premieren-Tor den VfL in Führung. Jiri Stajner (59.) nutzte eine kurze Schwächeperiode der Gastgeber zum Ausgleich. Nur vier Minuten später stellte Zvjezdan Misimovic mit einem wunderschönen Freistoß die Kräfteverhältnisse gegen die wacker kämpfenden, aber spielerisch nur limitierten Hannoveraner wieder her und beschenkte seinen Trainer Felix Magath zum 50. Bundesligaspiel auf der VfL-Trainerbank. «Das ist ein perfektes Ergebnis», meinte Torschütze Zaccardo.
Mit dem siebten Sieg in der achten Partie in der Volkswagen-Arena bei nur einem Remis rückten die Wolfsburger, die zuletzt am 15. April in der Bundesliga zu Hause verloren, mit 26 Punkten auf Rang sechs vor und damit ganz nah an die Europapokal-Plätze. Hannover, das seit fast acht Monaten auswärts auf ein Erfolgserlebnis wartet, dümpelt indes als Tabellen-13. im unteren Tabellen-Mittelfeld herum.
Daran änderte auch die Heldentat von Rosenthal nichts. «Mich ärgert es, dass wir in der ersten Halbzeit nicht so gespielt haben wie in der zweiten», klagte 96-Trainer Dieter Hecking, der im letzten Hinrundenspiel außer auf den verletzten Nationaltorhüter Robert Enke nun auch auf dessen Ersatz Fromlowitz verzichten muss: «Wir machen in diesem Jahr alles mit.»
Wie eine Woche zuvor beim Sieg gegen den Karlsruher SC hatte er die offensive Variante gewählt und ließ Mike Hanke und Mikael Forssell als Doppel-Spitze im Sturm spielen. Sein Kollege Felix Magath brachte überraschend Makoto Hasebe für Zaccardo auf der rechten Abwehrseite. Der Italiener rückte dafür ins defensive Mittelfeld.
Zaccardo war zunächst unauffällig, trat dann aber nach etwas über eine halbe Stunde erstmals in der Bundesliga als Torschütze in Erscheinung: Nach einer sehenswerten Kombination schob der Weltmeister den Ball aus kurzer Entfernung ins 96-Tor zur verdienten Führung. Dabei hatten die Gäste bis dahin ganz und gar nicht enttäuscht. Doch spielerisch und technisch war Hannover deutlich unterlegen. Auch nach der Führung blieben die Wolfsburger tonangebend. Nur einmal mussten sie durchatmen, als Hanke (43.) mit der Fußspitze noch an den Ball kam und Benaglio stark reagierte.
Nach dem Wechsel schaltete das sich zu sicher fühlende VfL-Team einen Gang zurück. Hannover nutzte dies aus, drängte auf den Ausgleich. Der gelang Stajner (59.) per Volleyschuss nach Flanke von Konstantin Rausch. Doch ausgerechnet Stajner war es, der nur vier Minuten nach seinem Treffer den Freistoß von Misimovic mit seinem Kopf leicht abfälschte. Dzeko hätte für Wolfsburg mit seinem Foulelfmeter schon alles klar machen können, doch Aushilfskeeper Rosenthal hatte die besseren Nerven.
dpa
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Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston): Dann zahl' ich ihm seine Jacketkronen.
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