Dienstag, 12. Mai 2009 / 22:37 Uhr
Karlsruhe - Nach Blitz und Donner und einer vermeidbaren Niederlage gegen Hannover 96 gehen beim Karlsruher SC die Lichter aus. Trotz einer 2:0-Führung konnten sich die Badener nicht gegen die schwächste Auswärts-Mannschaft der Liga durchsetzen und kassierten eine 2:3 (2:2)-Niederlage.
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Bei vier Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und noch zwei ausstehenden Spielen in der Fußball-Bundesliga muss der KSC für die 2. Liga planen, zumal die Konkurrenz noch punkten kann.
Alexander Iashwilli (10. Minute) und Lars Stindl (32.) hatten den KSC in Führung gebracht, die Sergio Pinto (42.) unter Mithilfe von KSC-Keeper Markus Miller und Mikael Forssell (45.) noch vor der Pause ausglichen. Für den endgültigen K.o. sorgte Hanno Balitsch (64.), der die Niedersachsen nach Wochen der Abstiegsangst zum zweiten Auswärtssieg und damit auf Platz elf schoss. Im Kampf um den nur noch theoretisch möglichen Klassenverbleib fehlt Karlsruhe in Bremen Dino Drpic wegen der 5. Gelben Karte.
«Es tut verdammt weh, jetzt nicht mehr dabei zu sein in der Bundesliga», sagte KSC-Trainier Edmund Becker nach dem so gut wie feststehenden sechsten Abstieg der Badener. «Es ist schwer, die Gefühle in Worte zu fassen», meint Manager Rolf Dohmen. «Es ist brutal.»
Vor 23 930 Zuschauern im Karlsruher Wildpark waren zehn Minuten gespielt, als sich Görlitz auf der rechten Seite durchsetzte und seine Flanke über den Umweg Pinto bei Iaschwili landete, der mit Links aus 15 Metern ins rechte Eck traf. Das Selbstvertrauen trieb die Hausherren an und brachte Chancen wie die von Stindl, der erst durch die Verletzung von Giovanni Federico ins Team von Trainer Edmund Becker gerutscht war. Joshua Kennedy, der seit Wochen Ladehemmung hat, hatte den Ball erkämpft. Christian Eichner bediente Stindl, der davon profitierte, dass sein Schuss abgefälscht und dadurch unhaltbar für 96-Schlussmann Robert Enke wurde.
Doch die komfortable Führung reichte den Badenern nicht, weil sich Keeper Miller einen bösen Schnitzer leistete. So kullerte der Schussversuch von Pinto aus gut und gerne 25 Metern ins Tor und der Torhüter half in Slapstick-Manier ordentlich mit. Damit nicht genug: Nur drei Minuten später konnte Jacek Krzynowek nach einer Verfolgungsjagd mit Miller von der Grundlinie aus flanken und dem freistehenden Forssell den Ball maßgerecht auf die Linie legen.
Die große spielerische Klasse fehlte auch in der zweiten Halbzeit, und doch erlebten die Zuschauer eine packende Partie. Ohne spaktakuläre Torszenen allerdings. Bis auf die in der 64. Minute, als Arnold Bruggink und Balitsch die KSC-Abwehr mit einem Doppelpass aushebelten und Balitsch vorbei an Miller Hannover in Führung brachte. Der KSC versuchte in der verbleibenden halben Stunde alles ohne den rettenden Strohhalm zu finden.
dpa
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Heribert Faßbender: Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.
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