Samstag, 16. Mai 2009 / 19:03 Uhr
Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat mit einem glanzlosen Pflichtsieg gegen Energie Cottbus seine Chance auf den sechsten deutschen Meistertitel gewahrt. Nach dem 2:0 (1:0)-Heimerfolg ist für den schwäbischen Fußball-Bundesligisten beim Saisonfinale in München noch alles möglich.
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Die Lausitzer hingegen müssen mehr denn je den Absturz in die Zweitklassigkeit fürchten. Vor 55 500 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena schossen Kapitän Thomas Hitzlsperger per Freistoß (19. Minute) und Cacau (78.) den VfB auf Tabellenplatz drei. Stolpert Spitzenreiter VfL Wolfsburg am letzten Spieltag daheim gegen Bremen, können die Stuttgarter mit einem Sieg bei den Bayern Meister werden.
«Wir haben jetzt eine glänzende Ausgangsposition. Ich bin einfach nur stolz auf die Mannschaft», schwärmte VfB-Teamchef Markus Babbel nach dem sechsten Heimsieg in Serie. Das Europapokal-Ticket ist seinen Schützlingen damit nicht mehr zu nehmen. Dagegen bliesen die Cottbuser Trübsal. «Es war allemal mehr möglich», befand Kapitän Timo Rost mit Verweis auf den Lattentreffer von Jiayi Shao (76.) beim Stand von 0:1. Der Tabellenvorletzte muss nun im letzten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen punkten und auf Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen.
Ohne ihren zunächst erneut geschonten Top-Torjäger Mario Gomez waren die Hausherren zwar überlegen, ließen es aber zumeist an Durchschlagskraft vermissen. Gomez, der wie schon beim 2:1 «auf» Schalke wegen Adduktorenproblemen auf der Bank saß, fehlte seinen Kollegen merklich als Anspielstation und cooler Vollstrecker. Ersatzmann Ciprian Marica vergab in der 6. Minute nach Roberto Hilberts Flanke aus Nahdistanz die erste VfB-Chance und blieb auch ansonsten blass. Sturmkollege Cacau scheiterte fünf Minuten später per Flachschuss an Energie-Keeper Gerhard Tremmel.
Bei Hitzlspergers Führungstor hingegen machte Tremmel keine gute Figur. Der Freistoß des Mittelfeldspielers segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Als dann noch die Anzeigetafel die Hoffenheimer Treffer gegen Titelrivale Bayern München vermeldete, brodelte das Stadion. Doch die Gastgeber, bei denen U-21-Nationalspieler Sami Khedira gelb-gesperrt fehlte, kamen nicht in Fahrt.
Den Gästen allerdings fehlten die Mittel, um die mäßige Darbietung des Titelanwärters zu bestrafen. Erst nach dem Seitenwechsel besannen sich die Lausitzer ihrer bedrohlichen Lage im Abstiegskampf und wurden endlich mutiger. Einen Fernschuss von Timo Rost lenkte Lehmann mit Mühe um den Pfosten (51.). Die Stuttgarter wirkten in dieser Phase verunsichert und mussten sich sogar Pfiffe von den Tribünen gefallen lassen. Shao aber verpasste es, dem VfB den Titeltraum vorzeitig zu verderben.
Zwei Minuten später war die Partie entschieden. Der für Marica eingewechselte Gomez bediente Cacau mustergültig, der VfB-Angreifer ließ dem herausstürzenden Tremmel keine Chance. Danach hätten die Gastgeber ihr Torekonto noch weiter aufbessern können. Cacau scheiterte jedoch zweimal in aussichtsreicher Position (86./87.). Die Fans allerdings stimmten sich mit «Zieht den Bayern die Lederhosen aus»-Gesängen längst auf den Abschlussakt in München ein.
dpa
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Heribert Faßbender: Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.
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