Sonntag, 29. November 2009 / 10:20 Uhr
Bochum - Nach einer erneut schwachen Vorstellung muss Trainer Zvonimir Soldo weiter um seinen Job als Trainer des 1. FC Köln bangen. Zwar entführten die Rheinländer bei der trostlosen Nullnummer beim VfL Bochum einen Punkt, verpassten aber den erhofften Befreiungsschlag im Tabellen-Keller.
anzeige
Ebenso erging es dem Revierclub, der sich immerhin um einen Platz auf Rang 16 verbesserte. Vor 29 102 Zuschauern im fast ausverkauften rewirpower-Stadion hatte keine der beiden Mannschaften den Sieg verdient. Die Westclubs müssen sich in dieser Form auf einen langen Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga einstellen.
Bochums Christof Dabrowski bringt Milivoje Novakovic vom FC Köln beim Kampf um den Ball zu Fall.
«Wir spielen momentan gegen den Abstieg. Und wir kommen nur aus dieser schwierigen Situation heraus, wenn alle Spieler 100 Prozent geben», sagte Soldo. «Mir war wichtig, dass die Mannschaft engagiert spielt.» Auch sein Trainerkollege Heiko Herrlich war trotz der Nullnummer mit der Einstellung seiner Elf zufrieden. «Es ist doch menschlich, dass die Verunsicherung bei uns im Moment groß ist. Doch Respekt, wie die Mannschaft gekämpft hat und mit Leidenschaft versucht hat, das Spiel zu entscheiden», sagte der VfL-Coach.
Soldo, der am Vortag Milivoje Novakovic als Kapitän abgesetzt hatte, bot den Slowenen trotz des Konflikts in der Startformation auf. Wohl auch, weil Manasseh Ishiaku (Knieprobleme) als Alternative im Sturmzentrum ausfiel. Dennoch veränderte Soldo sein Team nach dem vorangegangenen 0:4-Debakel gegen 1899 Hoffenheim auf drei Positionen. Für Miso Brecko, Sebastian Freis und den Gelb-gesperrten Lukas Podolski rückten Taner Yalcin, Kevin Pezzoni und Adil Chihi in die Elf. Bochums Coach Heiko Herrlich bot die Mannschaft auf, die am Spieltag zuvor in der zweiten Hälfte beim Hamburger SV den überraschenden 1:0-Sieg gesichert hatte. So kam Regionalliga-Akteur Roman Prokoph zu einem Debüt von Beginn an.
Beiden «Kellerkindern» merkte man die große Verunsicherung an. So war die Partie geprägt von zahlreichen Fehlpässen, Missverständnissen und Ballverlusten. Bochum versuchte es häufig mit langen Bällen in die Spitze auf Stanislav Sestak, fand aber selten einen Abnehmer. Köln stand zwar relativ sicher in der Abwehr, offenbarte aber erneut große Mängel im Offensivspiel. So blieben Torchancen in dem niveauarmen Spiel absolute Mangelware. Die einzige VfL-Möglichkeit vor der Pause vergab Christoph Dabrowski per Kopf (14.), auf der Gegenseite setzte Chihi (19.) einen Freistoß neben das Bochumer Tor.
Herrlich reagierte auf die schwache Vorstellung seiner Elf mit zwei Wechseln zur Halbzeit. Für Dennis Grote und Matias Concha kamen Diego Klimowicz und Joel Epallé. Doch blieb das Angriffsspiel der Bochumer Stückwerk. Die beste Möglichkeit zum Siegtreffer hatten in der Schlussphase sogar die Gäste. Doch Chihi (69.) traf nur den Pfosten, und den Nachschuss vergab der neue Spielführer Petit kläglich.
dpa
0 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
Norbert Nachtweih (über Dieter Höneß): Der springt so hoch; wenn der wieder runter kommt, liegt auf seiner Glatze Schnee.
Kommentar schreiben