Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Reisinger stoppt Nürnberg - Freiburg gewinnt 1:0

Nürnberg - Die Aufholjagd des 1. FC Nürnberg ist schon wieder vorbei. Eine Woche nach dem furiosen 3:2-Erfolg beim Meister VfL Wolfsburg kassierte der «Club» im Aufsteigerduell der Fußball-Bundesliga eine bittere 0:1 (0:1)-Pleite gegen den SC Freiburg.

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«Hurra-Fußball funktioniert nicht so einfach. Wir sind wieder auf den Boden der Tatsachen geholt worden», stellte FCN-Trainer Michael Oenning enttäuscht fest. Nach dem Überraschungs-Coup in Wolfsburg hatte er drei Punkte gegen einen Mitkonkurrenten fest eingeplant, «aber wir haben all' das vermissen lassen, was wir vor einer Woche richtig gemacht haben».

1. FC Nürnberg - SC Freiburg

Foto: dpa Bild vergrößern

Der Freiburger Stefan Reisinger (verdeckt) erzielt den Treffer zum 1:0 gegen Nürnberg.

Vor 40 824 Zuschauern im Nürnberger WM-Stadion feierte Freiburg dank des entscheidenden Treffers von Stefan Reisinger (12. Minute) erfolgreiche Wiedergutmachung für das 0:6-Heimdebakel vor einer Woche gegen Werder Bremen. «Der Sieg heute war ganz wichtig für uns, denn bei einer weitere Niederlage hätte das Haus gebrannt», sagte Freiburgs überragender Spielmacher Ivica Banovic.

Sowohl Oenning wie auch sein Freiburger Kollege Robin Dutt waren vor der Partie zu personellen Änderungen gezwungen. Beim «Club» fehlte Torwart Raphael Schäfer, der wegen seines üblen Tritts gegen den Wolfsburger Zvjezdan Misimovic für vier Spiele gesperrt wurde. Für ihn feierte der 23-Jährige Alexander Stephan seinen Bundesliga-Einstand im FCN-Tor. Bei Freiburg waren die Defensivspieler Heiko Butscher, Pavel Krmas und Johannes Flum wegen Verletzung nicht dabei. Als linker Verteidiger gab der Franzose Jackson Mendy (22) aus der Freiburger Regionalligamannschaft sein Profi-Debüt.

Freiburgs Notabwehr war in den ersten 15 Spielminuten nahezu arbeitslos, denn die Breisgauer bestimmten vom Anpfiff weg die Partie und schnürten den «Club» in dessen eigener Hälfte ein. Schon nach sieben Minuten wäre der Sportclub fast in Führung gegangen, aber bei einem Kopfball von Mohamadou Idrissou war Stephan auf dem Posten und lenkte den Ball über die Querlatte. Fünf Minuten später war der Debütant machtlos. Idrissou gewann das Kopfballduell mit FCN-Kapitän Andreas Wolf, und der Ex-Fürther Reisinger brachte Freiburg mit seinem dritten Saisontor verdient in Führung.

Nürnberg fehlten Ideen und Spielwitz, um die Freiburger Defensive ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Für einen Hauch von Gefahr vor dem Tor von SC-Keeper Simon Pouplin sorgten Peer Kluge, der als einziger FCN-Profi Normalform zeigte, und Wolf (16.) bei den ersten Möglichkeiten für den ratlos wirkenden Altmeister. Die größte Chance zum Ausgleich vergab Kluge (43.), als er nach Vorarbeit von Christian Eigler nur das Außennetz traf. Mit der Einwechslung von Offensivspieler Eric-Maxim Choupo-Moting für Innenverteidiger Dominic Maroh (46.) versprach sich FCN-Trainer Oenning mehr Angriffsschwung.

Die Nürnberger entwickelten tatsächlich mehr Druck nach vorne, rannten aber eher blind als zielstrebig dem Rückstand hinterher. Der stramme Schuss von Albert Bunjaku (56.) stellte Pouplin kaum auf die Probe. Die Freiburger mit dem Ex-Nürnberger Banovic als Dreh- und Angelpunkt beschränkten sich aufs Kontern, wobei ihnen die unzähligen Fehlpässe der hilflosen Franken entgegen kamen. Nürnberg probierte es mit der Brechstange, aber mehr als ein Lattenkopfball von Choupo- Moting in der Nachspielzeit sprang dabei nicht heraus.

dpa

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