Samstag, 28. November 2009 / 18:04 Uhr
Bremen - Dank eines späten Kopfballtreffers von Per Mertesacker hat Werder Bremens beeindruckende Serie auch gegen den deutschen Fußball-Meister gehalten.
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Der Pokalsieger musste sich im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg trotz klarer Überlegenheit mit einem 2:2 (0:1) begnügen, blieb damit aber auch im 21. Pflichtspiel hintereinander ohne Niederlage und übernahm zumindest vorerst die Tabellenführung. Vor 34 523 Zuschauer in der ausverkauften Baustelle Weserstadion schossen Hugo Almeida (62.) und der in der Schlussphase aufgerückte Mertesacker (90.) die Tore für die Bremer. Die Wolfsburger, bei denen Edin Dzeko (42./85.) zweimal die Führung erzielt hatte, holten nach den Niederlagen gegen Nürnberg und Moskau einen Punkt, ärgerten sich aber über den späten Ausgleich.
«Das zweite Tor darf nicht passieren», klagte Dzeko. «Das war vorher ein klares Handspiel von Fritz», schimpfte der Bosnier: «Das ist unglaublich.» Nach der von Dzeko monierten Aktion gab es eine Ecke von Özil, die Mertesacker mit dem Kopf ins Netz drückte. Der zweimal erfolgreiche Dzeko gab allerdings auch die Schwächen im eigenen Spiel zu: «Wir waren ein bisschen müde.»
Die Bremer zeigten vor allem in der ersten Halbzeit, warum sie zuletzt die torgefährlichste Mannschaft der Liga waren. Angetrieben vom später abbauenden Mesut Özil und vom dribbelstarken Marko Marin agierte der SV Werder mit dem zuletzt verletzten Torsten Frings als Abräumer vor der Abwehr klar überlegen und druckvoll. Mehr Ballbesitz, mehr Torchancen - die Bremer waren die klar dominante Mannschaft, obwohl der angeschlagene Top-Torjäger Claudio Pizarro erneut fehlte. «Die haben einen Stürmer, der die beiden Chancen reinmacht», sagte Frings und benannte damit das Werder-Defizit.
Die Wolfsburger wirkten nach den Defensivproblemen der vergangenen Woche in der Abwehr erneut unsicher, obwohl Trainer Armin Veh im hinteren Mannschaftsteil kräftig rotiert hatte. Für den gesperrten Kapitän Josué spielten mit Makoto Hasebe und Christian Gentner gleich zwei VfL-Profis vor der Abwehr. Und Nationalspieler Marcel Schäfer und Alexander Madlung mussten auf die Bank, wurden durch Fabian Johnson und Andrea Barzagli ersetzt.
Die Wolfsburger ließen sich tief fallen, störten die Bremer erst spät. Anfällig waren die Gäste dennoch, in erster Linie, wenn Marin mit dem Ball am Fuß in den Strafraum eindrang. Das auf Konter ausgerichtete Spiel des VfL lief bis auf Dzekos Treffer fast überhaupt nicht, doch immerhin nutzte der meist abgemeldete bosnische Nationalstürmer seine Chancen.
Schon bis zum ersten VfL-Treffer besaß Werder fast ein halbes Dutzend Torchancen. Besonders bei Kopfbällen waren die Gastgeber gefährlich. Der stark parierende Torwart Diego Benaglio war der meistbeschäftigte und beste Wolfsburger Spieler, der auch in der zweiten Halbzeit glänzen musste. Beim Tor von Almeida besaß der Schweizer indes ebenso wenig eine Chance wie beim späten Ausgleich des aufgerückten Mertesacker.
dpa
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