Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

1:0 im Derby: Stuttgart setzt Siegesserie fort

Freiburg - Der VfB Stuttgart befreit sich immer weiter aus der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga. Das verdiente 1:0 (1:0) im baden-württembergischen Derby beim SC Freiburg war bereits der dritte Erfolg in Serie unter dem neuen Trainer Christian Gross.

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«Es war auswärts, es war schwierig, es war ein Derby, daher bin ich zufrieden. Das war gut», sagte der Schweizer Coach. Das Siegtor von Ciprian Marica in der 41. Minute vergrößerte aber auf der anderen Seite die Sorgen des Nachbarn aus dem Breisgau. Freiburg bleibt die schlechteste Heimmannschaft der Liga, ist seit vier Spielen ohne Sieg und ohne Tor und würde am Samstag zum ersten Mal seit vier Monaten wieder auf den Relegationsplatz zurückfallen, sollte Hannover 96 in Mainz punkten.

SC Freiburg - VfB Stuttgart

Foto: dpa Bild vergrößern

Der Stuttgarter Ciprian Marica (l) erzielt den Treffer zum 1:0 gegen den SC Freiburg.

«Mit dem Erfolg kommt auch das Selbstvertrauen zurück», sagte VfB-Regisseur Alexander Hleb, der unter Gross immer stärker wird. Auch der für den Weißrussen eingewechselte Nationalspieler Thomas Hitzlsperger war zufrieden: «Wir haben die Sache sehr gut gelöst. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Wir wollen den Fans zeigen, dass wir es besser können als in der Hinrunde.» SC-Trainer Robin Dutt bescheinigte seiner Elf zwar eine couragierte Leistung, musste aber auch eingestehen: «Unter dem Strich stehen null Punkte.»

Nach einer passiven Anfangsphase merkte man dem VfB schnell an, wie selbstbewusst ihn die jüngsten Erfolge unter Gross gemacht haben. Die Gäste dominierten die Partie über weite Strecken nach Belieben. Während sie den Ball klug laufen ließen, sah beim SC alles wie von Hektik und vom Zufall geprägt aus. Von der Spielkultur her trennte beide Teams weit mehr als der eine Punkt in der Tabelle. Außer der Rückkehr von Verteidiger Ömer Toprak, der sieben Monate nach seinem schweren Kartunfall zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an spielte, hatten die Freiburger Fans unter den 23 900 Zuschauern im ausverkauften Badenova Stadion nichts zu bejubeln.

Die Stuttgarter machten aus ihrer Überlegenheit allerdings lange Zeit zu wenig. Nachdem sie bereits zwischen der 13. und 18. Minute vier Möglichkeiten vergeben hatten, schoss Pawel Pogrebnjak nach einer knappen halben Stunde aus elf Metern über das halbleere Tor. Erst Marica beendete mit seinem verdienten Führungstor kurz vor der Pause diesen Chancenwucher. Alexander Hleb und Pogrebnjak hatten dem Rumänen diesen Treffer schön aufgelegt.

Nach der Pause drängten die Schwaben zunächst auf das zweite Tor. Nach einem Schuss von Roberto Hilbert (48.) musste Toprak auf der Linie klären. In gleichem Maße wie die Stuttgarter abbauten, legte Freiburg danach noch einmal zu. Neuzugang Papiss Demba Cissé traf in der 63. Minute sogar das Tor, wurde wegen einer Abseitsstellung von Heiko Butscher aber zurückgepfiffen. Näher als in dieser Szene und bei einem Kopfball von Felix Bastians (76.) kam der SC dem 1:1 nicht.

Während der VfB dank der schnellen Genesung von Torwart Sven Ulreich die gleiche Mannschaft aufs Feld schickte wie vor einer Woche beim 3:1 gegen Wolfsburg, baute Freiburgs Trainer Robin Dutt sein Team gehörig um. Neben Toprak stellte er auch Cissé und Daniel Williams erstmals in die Anfangsformation. Der 20 Jahre alte Deutsch-Amerikaner ist nach Daniel Caligiuri und Jackson Mendy bereits das dritte Talent, das Dutt in dieser Saison aus der zweiten Mannschaft hochzog. Dafür ließ er mit Yacine Abdessadki, Jonathan Jäger und Stefan Reisinger gleich drei potenzielle Stammspieler auf der Bank. Einen Schub brachte das dem Freiburger Spiel allerdings nicht. Das blieb wie so oft zuletzt viel zu harmlos.

dpa

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