Samstag, 20. Februar 2010 / 18:45 Uhr
Dortmund - Mutlos, kopflos, ratlos - bei Hannover 96 stehen alle Zeichen auf Abstieg. Mit dem 1:4 (0:1) bei Borussia Dortmund setzte das Team von Trainer Mirko Slomka die Talfahrt der vergangenen Wochen in der Fußball-Bundesliga fort und blieb im achten Spiel in Serie ohne Punktgewinn.
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Nur eine Woche nach dem desaströsen 1:5 daheim gegen Bremen präsentierten sich die Norddeutschen erneut in erschreckend schwacher Verfassung. Ähnlich niedergeschlagen wie seine Profis wirkte Trainer Mirko Slomka. «Das ist nicht tauglich, um in der Bundesliga auf dem Platz zu stehen. Das muss sich ändern - und zwar drastisch», klagte der Coach mit Verweis auf die vielen individuellen Fehler seines Teams.
Mit vier Gegentreffern waren die Norddeutschen noch gut bedient: Vor 73 700 Zuschauern im Signal Iduna Park sorgten Neven Subotic (44. Minute), Mario Eggimann (Eigentor/60.), Nelson Valdez (77.) und Kevin Großkreutz (88.) für den verdienten Sieg der Borussia. Der Gegentreffer von Arouna Koné (81.) war lediglich Ergebniskosmetik. Selbst der Trainerwechsel verpuffte bisher wirkungslos. In fünften Spielen unter der Regie von Slomka gab es die fünfte Niederlage für Hannover. Frustriert rettete sich der Fußball-Lehrer in Durchhalteparolen. «Wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen - auch nach einem solchen Spiel nicht.»
Die Rückkehr des genesenen Profis Hanno Balitsch in das Mittelfeld verhalf den Gästen nicht zu mehr Stabilität. Gleich in den ersten Spielminuten taten sich wie schon zuletzt gegen Bremen in der Deckung bedenkliche Lücken auf. Bei frühen Chancen durch Lucas Barrios (7./11.) und Mohamed Zidan (14.) war die Borussia der Führung nahe. Doch erst ein Standard brachte kurz vor der Halbzeit den verdienten Lohn: Nach Flanke von Nuri Sahin erzielte Manndecker Subotic aus kurzer Distanz per Kopf seinen zweiten Saisontreffer. Vor allem im Spiel nach vorn bot Hannover wenig erstligareifes: Deshalb blieb Rekonvaleszent Roman Weidenfeller im BVB-Tor bis zur Pause nahezu beschäftigungslos.
Auch nach Wiederanpfiff spielte Hannover wie ein Abstiegskandidat. Einzig der ansonsten schwache Jan Schlaudraff ließ in der 59. Minute Torgefahr erkennen, kam aber gegen Weidenfeller zu spät. Ein Eigentor von Eggimann sorgte für die Vorentscheidung. Nach Freistoß von Zidan beförderte der Manndecker den Ball unglücklich in das eigene Tor. Der vierte Saisontreffer von Valdez beseitigte dann endgültig alle Zweifel am Dortmunder Sieg. Die sichere Führung verleitete die Borussia zu Leichtsinn: Das nutzte Koné zum Ehrentreffer. Doch Großkreutz stellte den alten Abstand wieder her. Die Erleichterung über die Trendwende nach zuletzt drei Niederlagen stand BVB-Coach Jürgen Klopp ins Gesicht geschrieben: «Wir wollten unser Selbstvertrauen zurückgewinnen. Diesen Auftrag haben wir erfüllt.»
dpa
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Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston): Dann zahl' ich ihm seine Jacketkronen.
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