Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Adler-Fehler und Remis: Aber Bayer stellt Rekord

Bremen - Später Schock und Vorsprung verpasst, aber Rekord eingestellt: Nach einem kapitalen Fehler von Nationalkeeper Rene Adler und einem Last-Minute-Tor von Per Mertesacker hat Bayer Leverkusen den Ausrutscher von Bayern München nicht nutzen können.

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Die Werkself kam zum Abschluss des 23. Spieltags der Fußball-Bundesliga nicht über ein 2:2 (1:1) bei Werder Bremen hinaus. Eren Derdiyok (29. Minute) und Toni Kroos (57.) erzielten die Tore für die offensiv enttäuschenden Gäste, die trotz der Gegentore durch Claudio Pizarro (34.) und Mertesacker (90 +2.) seit nunmehr seit 23 Ligaspielen aber ohne Niederlage sind.

Werder Bremen - Bayer 04 Leverkusen

Foto: dpa Bild vergrößern

Bremens Petri Pasanen (r)hält den Leverkusener Stefan Kießling fest.

Zuletzt war das Bayern München in der Saison 1988/89 gelungen, ebenfalls unter Trainer Jupp Heynckes. In der Tabelle bleibt Leverkusen Spitzenreiter mit 49 Zählern vor den punktgleichen Münchnern, die am Vortag mit einem 1:1 beim 1. FC Nürnberg ins Straucheln geraten waren. «Wir haben gezeigt, dass wir zu Recht oben stehen. Es ist schade, dass es nicht ganz zum Sieg gereicht hat», meinte Bayer-Coach Heynckes.    

Seine Schützlinge traten vor 37 500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion verhalten auf. In der Defensive machte sich der Ausfall des gelbgesperrten Sami Hyypiä zwar kaum bemerkbar, Torchancen blieben allerdings Mangelware. Von seinem Kasten aus sah Adler, wie WM-Rivale Tim Wiese erstmals überwunden wurde. Ein Freistoß musste für Leverkusens erste Torchance herhalten. Wiese war noch mit den Fingerspitzen dran, konnte den Treffer ins untere Eck aber nicht vermeiden. Für Torschütze Derdiyok war es der elfte Saisontreffer. «Wir haben das Problem gehabt, dass wir hinterherrennen mussten», erklärte Werder-Coach Thomas Schaaf.

Die Hausherren, bei denen Nationalspieler Mesut Özil deutlich mehr Einsatz und Laufbereitschaft offenbarte als zuletzt beim 0:1 in Enschede, ließen sich aber nicht beirren. Echte Torgelegenheiten blieben jedoch auch bei ihnen rar gesät. Eine verunglückte Flanke von Peter Niemeyer (15.) forderte Adler. Werder spielte druckvoller, auch einen Tick aggressiver. Zudem stand die Defensive trotz des Gegentors ungewohnt sicher.

Nicht so Adler beim Bremer Treffer. Aus etwa 28 Metern zog Naldo bei einem indirekten Freistoß ab. Der Ball sprang auf und rutschte dem Keeper «durch die Hosenträger». Pizarro drückte das Spielgerät über die Linie, die Bremer Fans skandierten: «Adler ist nervös». Der Keeper schilderte: «Ich wollte ihn aufnehmen, da verspringt er mir. Das ist ein klarer Torwartfehler, das nehm' ich auf die Kappe.»    

Bremen, das von Beginn an auf Aaron Hunt hatte verzichten müssen, kam nach dem Seitenwechsel wieder nicht richtig gefährlich vors Bayer-Tor. Der Wechsel von Nationalspieler Clemens Fritz, der verletzt raus musste und für den Aymen Abdennour kam, war noch das Spannendste - bis Kroos kam. Mit einem fulminanten Distanzschuss überwand er Wiese. In der Neuauflage des DFB-Pokalfinales von 2009 konnte Werder die Gäste danach kaum in Gefahr bringen, ehe Mertesacker mit einem Kopfballtor für das Remis sorgte.

dpa

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1 Kommentar | Kommentare verstecken

1. gggzv schrieb am 22.02.2010 um 14:55:12:

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