Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Tor-Garant Cacau sichert VfB-Sieg gegen Frankfurt

Stuttgart - Tor-Garant Cacau hat den VfB Stuttgart praktisch im Alleingang zum Sieg gegen Eintracht Frankfurt geschossen. Der Nationalstürmer erzielte beim 2:1 (2:1) beide Treffer. «Ich freue mich, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren geholfen habe», sagte der WM-Kandidat.

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Erst war er in der 41. Minute per Kopf und dann mit einem satten Volleyschuss (45.) erfolgreich. Cacau kam damit innerhalb von acht Tagen in der Fußball-Bundesliga und Champions League auf insgesamt sieben Tore. Benjamin Köhler hatte in der lange langweiligen Partie die Hessen vor 41 000 Zuschauern bei frühlingshaften Temperaturen zunächst in Führung gebracht (39.). Der VfB rückte nun in der Tabelle bis auf einen Punkt an Frankfurt heran.

VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt

Foto: dpa Bild vergrößern

Stuttgarts Stürmer Cacau (M)erzielt das 1:1 per Kopfball.

Christian Gross freute sich besonders, da es «der erste Sieg nach einem Rückstand in der Saison war». Es sei toll, dass sein Team nun ein Punktepolster nach unten habe. Eine neue Zielsetzung wollte der Schweizer aber noch nicht ausgeben. «Ich bin geholt worden, um den Abstieg zu verhindern», betonte der Coach zum x-ten Mal. Sein Kollege Michael Skibbe war «mit der Leistung zufrieden, mit dem Ergebnis nicht». Denn es war nach zuvor fünf Auswärtsspielen ohne Niederlage der erste Rückschlag. «Ich bin etwas traurig, dass wir die letzten Minuten vor der Halbzeit nicht mehr konzentriert gespielt haben.»

Die Schwaben waren gegenüber ihrer Gala beim 1:1 in der Champions League gegen den FC Barcelona nicht wiederzuerkennen. Obwohl Gross dieselbe Startelf aufbot, wirkte der VfB lange unsicher und unkonzentriert. Frankfurt hatte es zunächst leicht. Auch der kurzfristige Ausfall von Abwehrchef Maik Franz wirkte sich nicht negativ aus. Die in den zurückliegenden zehn Partien nur einmal geschlagene Eintracht hatte zunächst mehr vom Spiel. Sebastian Jung (2.) und Halil Altintop (8.) hatten die ersten guten Chancen.

Die Platzherren kamen erst langsam besser auf. Als sie sich einigermaßen gefangen hatten, gerieten sie in Rückstand. Sami Khedira vertändelte im eigenen Strafraum den Ball, Caio passte scharf nach innen und Köhler musste nur noch einschieben. Dies schien endgültig der Weckruf für die verschlafenen Stuttgarter gewesen zu sein. Nach einer Ecke glich Cacau per Kopf nach Kopfballvorlage von Matthieu Delpierre beinahe postwendend aus. Der im Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw stehende Stürmer machte mit einem tollen Volleyschuss zum 2:1 kurz vor dem Seitenwechsel beste Werbung für einen Einsatz im Länderspiel gegen Argentinien am Mittwoch in München. «Wir haben uns selbst ins Bein geschossen», sagte Eintracht-Verteidiger Marco Russ.

Nach der Pause startete Stuttgart konzentriert und offensiv. Die Hessen kamen nur noch zu gelegentlichen Entlastungsangriffen. Skibbe reagierte und brachte in Ümit Korkmaz eine zweite Spitze, um Altintop stärker zu unterstützen. Chancen hatte zunächst jedoch der VfB. Erst zögerte Timo Gebhart zu lange (50.), dann schoss der Mittelfeldmann freistehend über das leere Tor, nachdem Eintracht-Keeper Oka Nikolov mit einer Glanzparade Cacaus dritten Treffer verhindert hatte (58.).

Alexander Meier köpfte bei der ersten Eintracht-Möglichkeit im zweiten Durchgang zu unplatziert. Insgesamt übte der Tabellensiebte zu wenig Druck aus. Zudem konnte er aus den Leichtsinnsfehlern des Gegners kein Kapital schlagen. Dem VfB waren mit zunehmender Dauer immer mehr die körperlichen Strapazen vom Barcelona-Spiel anzumerken. Pawel Pogrebnjak und der eingewechselte Zdravko Kuzmanovic vergaben dann innerhalb von zehn Sekunden die Riesenchance zum 3:1 (86.).

dpa

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