Sonntag, 28. März 2010 / 19:07 Uhr
Sinsheim - 1899 Hoffenheim weiter im Abwärtssog, der SC Freiburg im Aufwind: Im badischen Derby hat der Aufsteiger aus Freiburg dem finanziell weitaus potenteren Gastgeber am Sonntag beim 1:1 (0:0) einen Punkt abgeknöpft.
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Mit dem Remis am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga verbesserte sich das Team von Robin Dutt im Abstiegskampf auf den Relegationsplatz 16. «Ich bin nicht erfreut, dass wir kurz vor Schluss noch das Tor gekriegt haben. Das ist sehr ärgerlich», meinte Freiburgs Trainer. «Aber wir haben in den letzten zwei Spielen vier Punkte gut gemacht.»
In seinem 100. Bundesliga-Spiel hatte Mohamadou Idrissou den SC in der 64. Minute sogar in Führung gebracht; Abwehrchef Josip Simunic glich in der 80. Minute aus und beendete die Torflaute der Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick nach frustrierenden 350 Minuten. Spielerisch ging aber auch diesmal ganz wenig bei den Hoffenheimern, die nur zwei der letzten 15 Partien gewonnen haben. «Die erste Halbzeit war desolat», räumte Mittelfeldmotor Tobias Weis ein. «Da hat die Einstellung gefehlt. «Die Bayern haben sich auch 80 Minuten gegen Freiburg sehr schwergetan», meinte Rangnick zur Verteidigung.
Dagegen war Dutt mit dem Auftritt seines Team insgesamt sehr zufrieden: «Hoffenheim hat sich zu Hause sehr schwergetan gegen uns - so muss man auswärts auftreten!» Bereits in der 17. Minute lag die Führung der Gastgeber vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena in der Luft, doch Vedad Ibisevic vergab die Riesenchance: Anstatt uneigennützig zum besser postierten Carlos Eduardo abzulegen, schoss der Bosnier Freiburgs Keeper Simon Pouplin an. Das brachte nicht nur seine Mitspieler auf die Palme. «An dieser Stelle reicht ein Satz: Er hätte den Ball abspielen müssen. Punkt!», sagte Manager Jan Schindelmeiser. Rangnick nahm den verhinderten Torjäger zur Pause vom Platz und zürnte später: «Das muss ein Tor sein. Und wenn das nicht passiert, hat es etwas mit Egoismus zu tun.»
Hoffenheims brasilianischer Spielmacher Eduardo rieb sich zu oft in Zweikämpfen auf, die Abwehr produzierte einige «Querschläger». Bei den Kraichgauern musste der lange vermisste Chinedu Obasi über eine Stunde auf der Bank Platz nehmen; Teamkollege Demba Ba ist noch verletzt. Im nächsten Spiel in Wolfsburg muss Rangnick auf Simunic verzichten, der die zehnte Gelbe Karte sah.
In der ersten Halbzeit mit wenig Tempo, kaum Chancen und Torszenen waren die Gäste leicht überlegen. Doch ein Tor glückte vor der Pause auch den Freiburgern nicht: Johannes Flum fand in Timo Hildebrand seinen Meister (9.). Cedric Makiadi, der dem nach wie vor abstiegsbedrohten SC nach der fünften Gelben Karte in der nächsten Partie fehlen wird, scheiterte (31.) ebenfalls. Beim Gegentor sah Hildebrand nicht gut aus: Einen Schuss von Flum ließ er unglücklich abprallen, ehe Idrissou zur Stelle war. Erst nach dem 1:0 für den Sportclub war endlich Feuer im Derby.
Vom Abstiegskampf muss Rangnick jetzt nicht mehr sprechen. Die Freiburger haben sich mit diesem Auftritt Mut für die nächste Partie gegen den Mitkonkurrenten VfL Bochum gemacht. «Wenn wir gegen Bochum gewinnen, sind wir wieder dran und ziehen die mit rein», meinte Kapitän Heiko Butscher.
dpa
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Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston): Dann zahl' ich ihm seine Jacketkronen.
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