Samstag, 3. April 2010 / 19:54 Uhr
Nürnberg - Leicht und locker hat der 1. FC Nürnberg einen großen Schritt Richtung Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga gemacht. Beim 2:0 (2:0) im Aufsteiger-Duell gegen den harmlosen FSV Mainz 05 waren Mike Frantz (14. Minute) und Maxim Choupo-Moting (40.) die Torschützen für die Franken.
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Beim verdienten Heimsieg spielten die Hausherren fast 90 Minuten in Überzahl. «Wenn man nach wenigen Minuten ein Mann mehr ist, spielt das einem natürlich in die Karten», sagte der zweifache Torvorbereiter Marcel Risse und glaubt an ein erfolgreiches Ende im Abstiegskampf. «Wenn wir so weiter spielen, wird das schon klappen.»
Gegen die auswärtsschwachen 05er blieben die Nürnberger zum vierten Mal nacheinander zu Hause ohne Niederlage und landeten ihren vierten Heimsieg in der Saison. Durch den eigenen Auftritt und das 1:1 zwischen dem SC Freiburg und dem VfL Bochum rückte der «Club» auf Rang 14 vor. Kein Grund, sich nun auszuruhen. «Mit dem Sieg heute haben wir noch längst nicht den Klassenerhalt geschafft. Wir haben noch fünf Spiele und müssen sehr, sehr konzentriert weiterarbeiten», warnte Trainer Dieter Hecking.
Mainz verlor nicht nur die Punkte, sondern früh auch Andreas Ivanschitz, der in der 4. Minute die Rote Karte wegen grober Unsportlichkeit sah. «Das ist extrem hart. Das ist schon wieder so ein komischer Fall», befand Gäste-Coach Thomas Tuchel. «Die Mannschaft hat in Unterzahl einen Tick zu offensiv, zu euphorisch weitergespielt.» Ivanschitz hatte gegen Javier Pinola nachgetreten - zwar traf er nicht, aber auch der Versuch ist strafbar.
Schon in der ersten Spielhälfte stellten die Nürnberger die Weichen für den wichtigen Sieg im Tabellenkeller. Nach feinem Zuspiel des herausragenden Risse erzielte Frantz eine Woche nach dem Premieren-Treffer in Bremen sein zweites Bundesliga-Tor. Wieder Risse bereitete auch das 2:0 vor. Die Flanke von der rechten Seite spitzelte diesmal Choupo-Moting am herausstürzenden FSV-Keeper Heinz Müller vorbei.
Vor den Treffern und selbst vor dem zeitigen Platzverweis war es vor 41 222 Zuschauern im Frankenstadion gleich turbulent losgegangen: und zwar mit einem Schreckmoment für den Gastgeber. Nach einem Kopfball von Nikolce Noveski nach nur 30 Sekunden war aber FCN-Torwart Raphael Schäfer zur Stelle. Fast im Gegenzug traf Andreas Ottl den Pfosten - das erste von dreimal Aluminium vor der Pause. Gleich zweimal scheiterte Ilkay Gündogan (8./43.) im zwischen dem 1:0 und 2:0 an Höhepunkten armen Spiel an der Latte.
Hatte die Partie kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal Fahrt aufgenommen, so verflachte das Spiel nach der Pause gleich wieder. Kein Aufbäumen bei den Mainzern, kein Nachlegen vom «Club». Nur die Aluminium-Statistik schraubten die Franken schnell hoch, denn der überragende Risse traf mit seinem 20-Meter-Schuss die Latte (58.).
Ohne den rotgesperrten Aristide Bancé fehlte Mainz vorne die Durchschlagskraft und zu Zehnt wurde in der Schlussphase erst gar nicht mehr zur Aufholjagd geblasen. «Aber selbst mit zehn Mann hätten wir mehr Biss an den Tag legen können», meinte Torhüter Müller. Großartig Akzente setzte auch das Gastgeber-Team von Coach Hecking nicht mehr, begnügte sich mit dem verdienten und ungefährdeten 2:0.
dpa
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Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston): Dann zahl' ich ihm seine Jacketkronen.
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