Samstag, 3. April 2010 / 19:04 Uhr
Frankfurt/Main - Nach der schmerzlichen 2:3 (1:1)-Niederlage bei Eintracht Frankfurt hat Bayer Leverkusen das Rennen um die deutsche Fußball-Meisterschaft aufgegeben. Maik Franz besiegelte vor 50 900 Zuschauern mit einem Fallrückzieher in der 88. Minute das Ende aller Titelträume von Bayer.
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Für die Hessen hatten zuvor Selim Teber (28.) per Foulelfmeter und der Brasilianer Caio (62.) mit einem Fernschuss der Marke «Tor des Monats» getroffen. Der Doppelpack von Stefan Kießling (33./46.) war für die Gäste, die nach Rot für Daniel Schwaab (49.) lange in Unterzahl spielen mussten, zu wenig.
«Der Zug nach ganz vorne ist abgefahren. Wir müssen nach hinten schauen auf Dortmund und Bremen. Wir wollen den Champions-League-Platz absichern, auch wenn das heute schwieriger geworden ist», sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. Mit 53 Zählern spüren die Leverkusener den Atem des BVB (52) im Nacken. Trainer Jupp Heynckes haderte daher auch mit dem Ausgang der packenden und hochklassigen Partie. «Ich bin maßlos enttäuscht über die Niederlage, weil die Mannschaft ein sehr gutes Spiel gemacht hat», erklärte Heynckes.
Bereits in der 3. Minute musste Frankfurts Torwart Oka Nikolov bei einem Kopfball von Manuel Friedrich sein ganzes Können aufbieten. Auf der Gegenseite bewahrte Nationaltorhüter René Adler Bayer bei einem Freistoß von Caio (12.) mit einer Glanzparade vor einem frühen Rückstand. Den ersten Treffer in einem offenen Schlagabtausch landeten dennoch die Hausherren. Teber verwandelte einen von Eren Derdiyok an Marco Russ verursachten Foulelfmeter sicher.
Die Freude über die Führung währte bei den Hessen jedoch nicht lange, denn Leverkusen schlug nur fünf Minuten danach eiskalt zurück. Kießling wurde von Derdiyok perfekt freigespielt und ließ Nikolov mit einem trockenen Linksschuss keine Chance. Kießling war es dann auch, der die zweite Hälfte nur 40 Sekunden nach Wiederanpfiff mit einem Paukenschlag eröffnete. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Eintracht-Verteidiger Sebastian Jung erzielte der 26-Jährige Angreifer seinen 18. Saisontreffer.
Nur drei Minuten später musste Bayer einen personellen Rückschlag hinnehmen, als Schwaab nach einem rüden Foul an Ümit Korkmaz die Rote Karte sah. Für Heynckes war dies die Schlüsselszene des Spiels: «Wenn wir die Partie mit elf Mann beenden, wären wir sicher als Sieger vom Feld gegangen.» Mit einem Mann mehr drückte Frankfurt auf den Ausgleich, den Caio mit einem Sonntagsschuss aus etwa 35 Metern besorgte. «So ein Tor habe ich noch nie geschossen», gestand der Brasilianer.
Wenig später hatten die Gastgeber Pech, als Schiedsrichter Wolfgang Stark einem Treffer von Halil Altintop wegen vermeintlichem Abseits die Anerkennung verwehrte. In der Schlussphase rettete Adler zunächst mit einem Reflex gegen Fenin, war dann gegen Franz aber machtlos. «Das war Gänsehaut-Feeling pur, einfach ein geniales Gefühl», sagte der Siegschütze. Die Frankfurter dürfen dadurch als Tabellenachter mit 44 Zählern weiter von der Europa League träumen.
dpa
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Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston): Dann zahl' ich ihm seine Jacketkronen.
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