Samstag, 10. April 2010 / 18:33 Uhr
Bremen - Vier Treffer kassiert, auf den vorletzten Platz abgerutscht: Im Kampf um den Klassenverbleib hat der SC Freiburg einen doppelten Rückschlag erlitten.
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Das zuletzt dreimal ungeschlagene Team aus dem Breisgau verlor im Auswärtsspiel bei Werder Bremen klar mit 0:4 (0:1) und rutschte durch den Sieg von Hannover 96 gegen Schalke 04 auf den 17. Platz der Fußball-Bundesliga ab. «Mit jedem Punkt der Konkurrenz wird es schwieriger», sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt.
Freude herrschte hingegen bei den Werder-Fans. Die bereits im Hinspiel 6:0 erfolgreichen Bremer bejubelten die vielen Treffer, drei weitere Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze und die Niederlage von Konkurrent Dortmund in Mainz. Die Tore für die Gastgeber schossen vor 37 000 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion Claudio Pizarro (35., 56.), Aaron Hunt (53.) und Mesut Özil (56.). «Wir haben sehr gut gespielt», kommentierte Pizarro
Die Bremer knüpften fast an die Leistung beim Schützenfest im Hinspiel an. Sie agierten schwungvoll, hatten deutlich mehr Ballbesitz und viele Chancen. Die Freiburger zeigten sich den Bremern nicht gewachsen und reif für die 2. Liga. Torwart Simon Pouplin verhinderte eine noch höhere Niederlage, während die Werder-Fans ihre Mannschaft feierten.
Mit dem zuletzt rot-gesperrten Torsten Frings im defensiven Mittelfeld spielten die Bremer von Beginn an druckvoll. Der Kapitän und Philipp Bargfrede sicherten die offensive Mittelfeldreihe ab, in der Mesut Özil bei einigen Dribblings und seinem tollen Tor aufsteigende Form zeigte. «Wir haben ein tolles Spiel gemacht», sagte Özil, der eine vorzeitige Vertragsverlängerung dementierte: «Das stand in den Zeitungen, aber das stimmt nicht.»
Die meiste Torgefahr ging in der Anfangsphase von Marko Marin aus. Der kleine Dribbelkönig sorgte mit zwei Distanzschüssen (13., 34.) für Aufsehen, verzog beim ersten Versuch knapp und scheiterte dann am starken Pouplin, ehe dieser dann den ersten Treffer der einzigen Werder-Spitze Pizarro kassierte: Der peruanische Stürmer war nach einer Kopfballvorlage von Naldo zur Stelle und spitzelte den Ball mit der Fußspitze am chancenlosen Tormann vorbei ins Netz.
Nach der Pause war die Partie schnell entschieden. Zunächst traf Hunt nach Vorarbeit von Pizarro, dann wieder der Peruaner nach Vorlage von Özil. Den schönsten Treffer des Tages erzielte Özil dann selber, als er mehrere Freiburger Abwehrspieler und Pouplin umkurvte und den Ball lässig einschob.
Die Gäste, bei denen Cedrick Makiadi nach seiner Gelb-Sperre in die Startelf zurückkehrte, waren überfordert. Gegen die Werder-Offensive benötigten sie einiges Glück und einen starken Torwart, um nicht schon in der ersten Halbzeit mehr Treffer zu kassieren. Immerhin kamen die Gäste zu zwei Torchancen. Werder-Keeper Tim Wiese rettete aber sowohl bei Cedrick Makiadis Schuss (8.) als auch beim Versuch von Papiss Cisse (23.), der nach einer Ecke aus kurzer Distanz scheiterte. Insgesamt boten die Freiburger aber viel zu wenig, um die Bremer wirklich in Bedrängnis zu bringen.
dpa
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Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston): Dann zahl' ich ihm seine Jacketkronen.
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