Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

1:1: BVB verpasst Sprung auf Rang drei

Dortmund - Ein Eigentor hat Borussia Dortmund aus allen voreiligen Champions League-Träumen gerissen. Mit einer unglücklichen Rettungsaktion, die zum 1:1 (0:0) gegen 1899 Hoffenheim führte, verdarb Mats Hummels (89. Minute) den Sprung auf den dritten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga.

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Nelson Valdez hatte die Borussia vor 80 100 Zuschauern im Signal Iduna-Park in der 57. Minute in Führung gebracht. Doch am Ende ging den Dortmundern die Puste aus und Hoffenheim durfte sich über einen glücklichen Punktgewinn freuen, auch wenn Ralf Rangnicks Mannschaft zum siebten Mal in Serie sieglos blieb.

Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim

Foto: dpa Bild vergrößern

Dortmunds Barrios (M) springt höher als die Hoffenheimer Gustavo (l) und Compper.

«Das tut richtig weh. Es ist traurig, dass wir dieses späte Gegentor bekommen haben. Aber wir müssen jetzt nach vorne schauen», sagte BVB-Abwehrspieler Dede, der sich seinen 32. Geburtstag sicher anders vorgestellt hatte. «Am Ende haben wir uns den einen Punkt redlich verdient. Wichtig war heute der Auftritt als Mannschaft», analysierte Rangnick eine spielerisch schwache Partie. «Die letzten Wochen waren einfach schlecht. Wir können froh sein, dass wir noch einen Punkt geholt haben», meinte 1899-Torhüter Timo Hildebrand.

Gegen das schwächste Rückrunden-Team der Liga fanden die Westfalen nicht in jenen Rhythmus, der sie in den letzten Heimpartien ausgezeichnet hatte, und konnten aus ihren Feldvorteilen lange Zeit kein Kapital schlagen. Dazu kam für den BVB großes Verletzungspech: In der 18. Minute schied Nuri Sahin mit einem Nasenbeinbruch aus und wurde durch Tamas Hajnal ersetzt. Zwölf Minuten später war die Partie auch für Mohamed Zidan beendet. Der Ägypter musste mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss vom Platz. Für ihn kam Valdez.

Der Ausfall der beiden Leistungsträger wirkte wie ein Schock auf die Borussia, deren anfänglicher Schwung mehr und mehr abebbte. Kevin Großkreutz (15.), Lucas Barrios (19.) und Neven Subotic (31.) vergaben die Möglichkeiten, um die überlegenen Hausherren im ersten Durchgang in Führung zu bringen. Weitere Versuche zum Abschluss zu kommen endeten in dem engmaschigen Abwehrnetz der Badener.

Nach mehreren Krisengesprächen in der vergangenen Woche präsentierten sich die auf Platz 13 abgerutschten Hoffenheimer zumindest in der Defensive wieder als kompakte Einheit. Gegenüber dem blamablen 0:2 gegen Köln hatte Trainer Ralf Rangnick seine Elf auf vier Positionen verändert und auch den formschwachen Torjäger Vedad Ibisevic auf die Bank beordert. Von der einstigen Offensivkraft der Kraichgauer war aber auch in Westfalen nichts zu sehen. Der erstmals in der Startelf aufgebotene Prince Tagoe und seine Nebenleute gaben in der ersten Halbzeit keinen Schuss auf Roman Weidenfellers Tor ab.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs war das Glück nicht auf Dortmunder Seite. Als Barrios einen Kopfball von Jakub Blaszczykowski über die Linie drückte (47.), entschied Schiedsrichter Wolfgang Stark auf Intervention seines Assistenten wohl zu Unrecht auf Abseits. Doch zehn Minuten später gab es nichts zu beanstanden: Nach Flanke von Großkreutz sprang Valdez am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar für Timo Hildebrand zu seinem fünften Saisontor ins Netz. Mit der Einwechslung von Ibisevic versuchte Rangnick daraufhin, das Angriffsspiel seiner Elf zu beleben. Der Bosnier war dann auch am Ausgleich beteiligt, als der von ihm bedrängte Hummels ins eigene Tor traf.

dpa

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