Fussball2. Bundesliga → Spielbericht

Blei in Beinen: FCK verpasst vorzeitigen Aufstieg

Kaiserslautern - Angsthasenfußball statt Aufstiegsfeier: Mit einem 0:1 gegen Hansa Rostock hat es der 1. FC Kaiserslautern verpasst, die Meisterschaft und Rückkehr ins Oberhaus vorzeitig klarzumachen.

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Vor erwartungsfrohen 50 000 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion kamen die Pfälzer am 32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga nicht mit dem Erwartungsdruck klar. Sidney Sam verschoss in der 29. Minute sogar einen Foulelfmeter kläglich. Kai Bülow (45.+1 Minute) traf für die Rostocker, die mit diesem Sieg einen großen Schritt Richtung Klassenverbleib machten.

1. FC Kaiserslautern - FC Hansa Rostock

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Lauterns Torwart Tobias Sippel (r) muss den jubelnden Rostockern zuschauen.

In den abschließenden Spielen in Koblenz und gegen den FC Augsburg liegen die Lauterer nur noch vier Punkte vor dem FC St. Pauli, aber noch acht vor dem Drittplatzierten FC Augsburg. Falls die Schwaben am Sonntag beim FSV Frankfurt nicht gewinnen, darf der FCK dennoch den Wiederaufstieg nach vier Jahren feiern. Ein Spiel aussetzen muss Alexander Bugera, der in der 87. Minute Gelb-Rot sah.

Schon lange vor dem Anpfiff sangen die FCK-Anhänger immer wieder «Nie mehr, nie mehr zweite Liga!». Die Stadt Kaiserslautern hat bereits für den 9. Mai die offizielle Aufstiegsfeier angekündigt, und vor dem Stadion verkauften «Produktpiraten» rote T-Shirts mit der Aufschrift «Betze is back».

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Die Mannschaft von Trainer Marco Kurz, seit dem 13. Spieltag Spitzenreiter, begann nicht mit Hurra-Fußball, sondern eher verhalten. Und mit jeder Spielminute wirkte sie nervöser. Blei in den Beinen hatte plötzlich auch der in dieser Saison so hochgelobte Flügelflitzer Sam, als er zum Elfmeter antrat, nachdem Tim Sebastian Srdjan Lakic gelegt hatte: Mit seinem schwachen Schuss hatte der starke Hansa-Keeper Alexander Walke keine Mühe.

Mit seinem Kopfballtor schockte Bülow dann in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den Tabellenführer und besiegelte die zweite Heimniederlage des Spitzenreiter. Auch nach dem Wechsel konnten die Lauterer ihre Hemmungen nicht ablegen und taten sich weiter enorm schwer.

dpa

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