Freitag, 23. April 2010 / 22:45 Uhr
Bochum - Der VfB Stuttgart hat seine Aufholjagd in der Bundesliga fortgesetzt und den VfL Bochum in größte Abstiegsnot gestürzt. Mit dem verdienten 2:0 (2:0) beim Revierclub festigten die Schwaben (53 Punkte) den sechsten Tabellenplatz und nehmen nun sogar die Champions League ins Visier.
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Die beiden Angreifer Cacau (14. Minute) und Ciprian Marica (18.) sorgten zum Auftakt des 32. Spieltags für den sechsten Sieg des bestes Rückrundenteams in Serie. «Wir wollen möglichst alle Spiele gewinnen. Da sind wir auf einem guten Weg», sagte Stuttgarts Manager Horst Heldt nach dem «souveränen, verdienten Sieg».
Dagegen wird die Lage für die völlig enttäuschenden Bochumer und deren in die Kritik geratenen Trainer Heiko Herrlich immer prekärer: Mit 28 Zählern ist der VfL weiter punktgleich mit dem Tabellen-16. und taumelt vor der schweren Reise zum FC Bayern München dem sechsten Abstieg seit 1993 entgegen. «Wir haben es einfach nicht geschafft, uns echte Torchancen zu erarbeiten», sagte der enttäuschte Herrlich. Bochums Abwehrchef Marcel Maltritz meinte. «Wir müssen jetzt in den beiden letzten Spielen gegen München und Hannover alles geben und dann kann man uns keine Vorwürfe machen.»
Direkt vor Anpfiff hatte Herrlich seine zuvor neunmal sieglose Elf in die Pflicht genommen: «Das Allerwichtigste ist, dass wir leidenschaftlich kämpfen und den Fight annehmen.» Doch seine Profis enttäuschten ihn. Von Beginn an präsentierte sich die Mannschaft ähnlich leblos wie zuletzt beim 0:2 in Köln - und schon nach nicht einmal 20 Minuten waren alle guten Vorsätze Makulatur.
Denn die Stuttgarter wussten vor 25 431 Zuschauern aus der Bochumer Verunsicherung früh Kapital zu schlagen. Nachdem Cacau noch mit einem Schlenzer an VfL-Keeper Philipp Heerwagen gescheitert war (6.), konnte der von etlichen Clubs umworbene Nationalstürmer wenig später jubelnd abdrehen. Nach Vorarbeit von Timo Gebhardt und Marica hatte der Brasilianer keine Mühe, aus drei Metern zu seinem zwölften Saisontreffer einzuschieben. «Ich habe Freude am Spiel und möchte jede Partie gut bestreiten», lautete Cacaus lapidare Erklärung für seine tolle Form.
Das 2:0 der Schwaben kam einem Offenbarungseid der Hausherren gleich. Die Bochumer Defensive ließ Marica nach einem feinen Zuspiel von Cacau komplett aus den Augen, so dass der Rumäne alleine auf Heerwagen zulaufen und ins kurze Eck abschließen konnte. Schnell war die Geduld der leidgeprüften Bochumer Fans aufgebracht, so dass schon in der 22. Minute skandiert wurde: «Wir haben die Schnauze voll.»
In der Folgezeit hatten die Stuttgarter, deren neuer Coach Christian Gross in 17 Partien auf den Rekordwert von durchschnittlich 2,41 Punkte kommt, keine Mühe den Vorsprung zu behaupten. In der Defensive sattelfest, in der Offensive kombinationssicher kontrollierten die Gäste die Partie. Ein gelungenes Startelf-Comeback feierte nach seiner Verletzungspause Nationalspieler Sami Khedira, der an beiden Toren beteiligt war.
Bei den Bochumern konnte sich hingegen kein Akteur positiv in Szene setzen. Bezeichnend, dass ein harmloser Distanzschuss von Christian Fuchs (31.) die beste VfL-Chance war. Auf der Gegenseite hätte der eingewechselte Zdravko Kuzmanovic (88.) kurz vor Schluss auf 3:0 erhöhen können, aber Heerwagen war auf dem Posten.
dpa
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Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston): Dann zahl' ich ihm seine Jacketkronen.
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