Samstag, 8. Mai 2010 / 19:39 Uhr
Freiburg - Die Freiburger Spieler starteten bei Freibier und Livemusik mit ihren Fans zur großen Klassenerhalts-Party durch, die Dortmunder Gäste waren erstmal mehr erleichtert als erfreut.
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«Jetzt wurde es auch Zeit, dass die Saison vorbei ist. Wir sind froh, dass wir den fünften Platz gehalten haben und in der Europa League nur eine Quali-Runde spielen müssen», sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach der 1:3 (0:0)-Niederlage von Borussia Dortmund beim SC Freiburg.
Die schon vor dem «Finale» dem lange drohenden Abstieg entronnenen Gastgeber bescherten sich mit dem ersten Sieg gegen Dortmund seit Oktober 2001 das Sahnehäubchen auf eine nervenaufreibende Saison. Mohamadou Idrissou (60.) und Papiss Cissé (70./90.+4) versetzten die 24 000 Zuschauer im ausverkauften Badenova-Stadion mit ihren Treffern noch einmal in einen kleinen Fußball-Rausch. Kurz nach der Halbzeit hatte Lucas Barrios (47.) die über weite Strecken besseren Gäste mit seinem 19. Saisontreffer in Führung gebracht. «Das war das I-Tüpfelchen», sagte SC-Trainer Robin Dutt. «Wie die Mannschaft das Spiel gedreht hat, hat mich nochmal begeistert.»
Für leichte Dissonanzen sorgte nach dem Abpfiff noch Idrissou. Denn der Top-Torjäger des Tabellen-14. hat einen erneuten Sinneswandel vollzogen und will den SC offenbar nach zuletzt anders klingenden Äußerungen nun doch verlassen. «Ich bleibe nicht. Das Angebot ist immer das gleiche», sagte der 30-Jährige, dessen Vertrag ausläuft. «Bei seinen Forderungen geht es um gewaltige Summen. Damit wäre unser Gehaltsgefüge pulverisiert», entgegnete Dutt.
Auf dem Rasen präsentierte sich von Beginn an die Borussia besser. Schon in der zweiten Minute probierte Barrios zum ersten Mal, vielleicht doch noch in den Kampf um die Torjäger-Kanone eingreifen zu können - aber Abdessadki kratzte den Kopfball von der Linie.
Die nächste Torraumszene dürfte auch dem auf der Tribüne sitzenden Bundestrainer Joachim Löw gefallen haben: Der wie sein Mannschaftskollege Mats Hummels für das Malta-Länderspiel berufene Kevin Großkreutz (10.) zwang Baumann aus 18 Metern zu einer Glanzparade. Auch danach kombinierte Dortmund flüssiger. Freiburg fand erst langsam besser ins Spiel, war aber bei den Versuchen von Bastians (4.) und Banovic (22.) nicht zwingend genug.
Nach dem Seitenwechsel eröffnete Barrios dann das Toreschießen, als er Baumann nach einem Zuspiel des guten Großkreutz keine Chance ließ. Doch die Gastgeber zeigten sich unbeirrt. Abdessadki (52.) zielte noch knapp drüber, nur kurz darauf war Idrissou nach einer Ecke aus kurzer Distanz erfolgreich. «Bis zum 1:0 haben wir das gut gemacht, dann ist uns die Konzentration flöten gegangen», sagte BVB- Trainer Jürgen Klopp.
Als wenige Minuten später auch Cissé den Ball mit einer sehenswerten Direktabnahme ins Dortmunder Tor schlenzte, war das für die Freiburg-Fans endgültig der perfekte Startschuss zur rauschenden Nichtabstiegs-Sause: Zu Tausenden in ihren «Drinbleiber»-T-Shirts gekommen, sangen sie sich für einen langen Abend in Stimmung und zuckten nur bei einem Schuss von Valdez ans Außennetz (77.) noch einmal zusammen. Im Jubel um Cissés 3:1 ging dann der Schlusspfiff beinahe unter.
dpa
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