Sonntag, 11. März 2007 / 09:50 Uhr
Nürnberg - Nach dem dritten Rückschlag in Serie gegen vermeintlich schwächere Gegner sieht Hans Meyer angesichts der Mini- Krise beim 1. FC Nürnberg Handlungsbedarf.
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«Jetzt müssen wir analysieren, dass wir von neun möglichen Punkten nur einen geholt haben», sagte der Fußball-Trainer nach dem 2:2 (0:1) gegen den Bundesliga-Abstiegskandidaten Eintracht Frankfurt und gab nur wenig auf den Kraftakt seiner Mannschaft. «Ein Unentschieden zuhause ist immer eine Niederlage.»
Nürnbergs Gresko (2.v.l.) ist bedient, die Frankfurter bejubeln das 1:0.
Bundesliga-Spitzenteams wie den VfB Stuttgart oder Rekordmeister FC Bayern München konnten die fränkischen Überflieger in dieser Saison teilweise regelrecht vorführen, doch in den Spielen gegen Kellerkinder gab es zuletzt lange Gesichter beim UEFA-Cup-Anwärter. Nach den Pleiten in Mainz und Bielefeld benötigte der «Club» gegen die Hessen eine Energieleistung, um einen mageren, aber am Ende vielleicht wichtigen Punkt im Kampf um die begehrten Startplätze für Europa zu ergattern.
Das Problem ist klar: Meyer hat ein spielstarkes Team geformt, doch die «Club»-Erfolge zeigen Wirkung. «Es hat sich alles ein bisschen verändert. Die Mannschaften kommen nicht mehr zu uns und versuchen mitzuspielen», erklärte Marco Engelhardt. Doch angesichts der gegnerischen Passivität ließen die Franken auch gegen Frankfurt vor der Pause die notwendige Aggressivität vermissen. «In der ersten Halbzeit hat uns die Eintracht vorgemacht, wie man spielen muss», befand «Club»-Torwart Raphael Schäfer. «Wir werden diese erste Halbzeit ansprechen müssen.»
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Zwischen Freude und Frust schwebten nach dem 2:2 auch die Gäste. «Ich bin total enttäuscht», schimpfte Trainer Friedhelm Funkel direkt nach dem Abpfiff über zwei vergebene Punkt im Abstiegskampf. «Wenn man 2:0 führt und dem Club kaum eine Torchance gestattet, dann muss man das über die Zeit bringen.» Nur wenig später blickte er wieder optimistisch nach vorn: «Wir haben gezeigt, dass wir überall in der Lage sind zu punkten.» Vorstandschef Heribert Bruchhagen freute sich über den «Punktgewinn, aber es ist unglücklich, wenn man in der 80. Minute noch 2:0 führt».
So haderten alle ein wenig mit den vergebenen Chancen - und setzten auf das Wiedersehen im Pokal-Halbfinale am 17. April. «Wenn das eine Warnung gewesen sein soll für das Pokalspiel, dann soll es mir recht sein», sagte «Club»-Präsident Michael A. Roth.
dpa
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