Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Bielefelder 0:1 in Mainz doppelt bitter

Mainz - Was dem FSV Mainz 05 derzeit Recht ist, wäre Arminina Bielefeld mehr als billig. Aber an eine Serie, wie sie die als Schlusslicht ins Jahr 2007 gestarteten Rheinhessen als bestes Rückrunden-Team bislang hinlegten, ist bei den Ostwestfalen nicht zu denken.

anzeige

«Was wir heute gezeigt haben, war für den Abstiegskampf zu wenig. Das war kein guter Spieltag für uns», sagte Arminia-Trainer Frank Geideck nach dem 0:1 (0:0) beim FSV. «Jede Niederlage ist bitter, diese aber doppelt», fügte Manager Reinhard Saftig hinzu.

FSV Mainz 05 - DSC Arminia Bielefeld

Der Mainzer Leon Andreasen (l) kämpft mit Petr Gabriel um den Ball.

Durch die dritte Schlappe im vierten Bundesliga-Spiel unter seiner Regie rutschte Geideck mit den Ostwestfalen auf den vorletzten Tabellen-Platz ab - mit nur zwei Zählern Vorsprung auf Borussia Mönchengladbach. «Man braucht uns noch nicht abzuschreiben. Wir sind noch nicht abgestiegen», betonte aber Kapitän Rüdiger Kauf.

Eine Woche, nachdem die Bielefelder mit dem 3:2-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg Hoffnung geschöpft hatten, folgte in Mainz der Dämpfer. «In der einen Woche soll der Charakter in Ordnung sein, dann wieder nicht. Das ist aber eine dauernde Eigenschaft, und der Charakter in der Mannschaft stimmt», versicherte der Nachfolger von Thomas von Heesen.

Die Niederlage in Mainz habe vor allem auch an den beiden verletzungsbedingten Wechseln der Bielefelder gelegen, befand der Trainer. So musste Petr Gabriel nach nur 25 Minuten wegen einer Blessur am linken Fuß vom Platz. «Dem gesamten Gerüst fehlte danach die Stabilität», meinte Geideck, der nach einer guten Stunde auch noch Radim Kucera auswechseln musste. Das Fehlen von Stammkeeper Mathias Hain (Grippe) machte sich dank einer guten Leistung von Ersatzmann Marc Ziegler dagegen nicht bemerkbar. Doch auch er war machtlos beim Elfmetertreffer von Leon Andreasen in der 51. Minute nach einem Foulspiel von Heiko Westermann an Petr Ruman.

Wie man sich mit aller Kraft gegen Abstieg stemmt, demonstrieren die Mainzer seit Wochen. Schon abgeschrieben nach der Hinrunde, ist der FSV laut Geideck nun «gegen jede Mannschaft der Top-Favorit». Auch wenn Trainerkollege Jürgen Klopp mit hoch gezogenen Augenbrauen und leichter Verwunderung auf diese Einschätzung reagierte, stützen die Rückrunden-Ergebnisse Geidecks Meinung: Sechs Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage, binnen acht Spieltagen vom 18. auf den 10. Tabellenplatz, 30 Punkte insgesamt.

«Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte», erklärte Mittelfeldspieler Mimoun Azaouagh, der sich mit Andreasen während des Spiels noch um die Ausführung des Strafstoßes gestritten hatte. Doch war das nach dem Spiel schnell vergessen, in dem den Mainzern allerdings über weite Strecken auch die Inspiration gegen die massive Defensive der Bielefelder fehlte. «Zieht man die Bielefelder Fans ab, dann waren es 19 400 Zuschauer und elf Spieler auf dem Platz, die heute eine neue Erfahrung machen mussten», meinte Klopp, der auf die Pfiffe der FSV-Fans mit Unbehagen reagiert hatte.

dpa

Diesen Artikel bookmarken bei...
del.icio.us Mister Wong Technorati Google Linkarena Oneview Folkd YiGG

0 Kommentare | Kommentare verstecken

Kommentar schreiben


Bundesliga Live

Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.

Fussball Manager

Fussball Manager - FussballCup

Fussball-Spruch des Tages

Eduard Geyer (Ex-Trainer von FC Energie Cottbus [im Abstiegskampf mit Cottbus] nach einem Spiel im TV-Interview): Es muss eine Kehrtwende geben. Und die muss 360 Grad sein.