Sonntag, 11. März 2007 / 09:54 Uhr
Hannover - Der schwächelnde Titelanwärter Schalke 04 kriegt im Meisterschaftskampf die Kurve nicht. Das magere 1:1 (1:1) bei [team=972][team=972]Hannover 96[/team][/team] war bereits das vierte sieglose Spiel nacheinander.
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Die Verantwortlichen des Bundesliga-Tabellenführers bemühten sich angesichts der näher rückenden Verfolger um Ruhe und Gelassenheit. «Das Unentschieden bringt uns nicht entscheidend weiter», räumte Trainer Mirko Slomka zwar ein. «Aber man muss auch mal mit einem Punkt zufrieden sein.»
Schalke-Trainer Mirko Slomka blickt in Hannover nachdenklich drein.
Manager Andreas Müller sah es ähnlich. «Wir können mit dem Ergebnis gut leben und bleiben Erster», sagte er. Von Unsicherheit und Nervosität sei nichts zu spüren: «Die Mannschaft ist gefestigt und stabil.» Die angedachte Vertragsverlängerung mit Slomka soll das Betriebsklima noch verbessern. Der Manager kündigte für die nächsten Tage Gespräche mit dem 39 Jahre alten Coach an, der beim «Heimspiel» gegen seinen früheren Club Hannover 96 mehr als den 24. Schalker Auswärtspunkt erhofft hatte.
Mit einer keineswegs meisterlichen Leistung stoppten die ersatzgeschwächten Schalker nach zwei Heimpleiten zumindest den freien Fall. Der einstmals komfortable Vorsprung ist nach den Toren von Halil Altintop (2.) und der schnellen Antwort von 96-Routinier Michael Tarnat (4.) aber fast aufgezehrt. «Im Heimspiel gegen Stuttgart werden wir sehen, was der Punkt wert. Da müssen wir aber eine Schippe drauf legen. Das war kein berauschender Auftritt», urteilte Mittelfeldspieler Fabian Ernst. Er zählte an früherer Wirkungsstätte neben dem 18-jährigen Mesut Özil zu den Schalker Aktivposten.
Nationalspieler Kevin Kuranyi, der sich gegen die starke 96-Defensive nicht durchsetzen konnte, legte sich fest: «Das war ein gewonnener Punkt. Es ist schwer für uns, die vielen verletzten Spieler ersetzen zu müssen. Das soll aber keine Ausrede sein», sagte der Stürmer. «Ein Punkt ist besser als nichts. Um Meister zu werden, müssen wir aber besser spielen», meinte Abwehrchef Marcelo Bordon. Auch er hofft auf die Rückkehr der verletzten oder gesperrten Profis wie Lincoln, Gustavo Varela oder Peter Lövenkrands. «Dann haben wir wieder mehr Qualität», meinte Bordon.
Während Hannovers Trainer Dieter Hecking von «Klasse, Rasse und 90 Minuten Tempo-Fußball» schwärmte, urteilte sein Kollege Slomka weniger euphorisch: «Das war kein fulminantes Spiel». Auch bei der Beurteilung des umstrittenen 96-Ausgleichs lagen die befreundeten Trainer weit auseinander. «Das war ein klares Foul an Neuer. Es gibt eine Schutzzone für den Torhüter», sagte Slomka. «Tarnat blockt mich, und dann berührt mich noch Jan Rosenthal. Ich wundere mich, dass das Schiedsrichter und sein Assistent nichts gesehen haben», schilderte Schalkes junger Torhüter Manuel Neuer die Szene, die ihn in Rage versetzte.
«Das Tor war korrekt. Da muss der Junge noch viel lernen», konterte Hecking. Auch Schiedsrichter Knut Kircher hatte keine Regelwidrigkeit gesehen. Seine Lernfähigkeit bewies Neuer, als er in den Schlussminuten gleich drei Mal ein zweites 96-Tor verhinderte und den Schalkern einen Punkt rettete. Hannovers Verteidiger Tarnat (37), der sein erstes Saisontor erzielte, sah für die «Königsblauen» dennoch schwarz. «Ich glaube, dass Bayern München Meister wird», sagte der frühere Bayern-Profi.
dpa
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