Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Middendorp misslingt Arminia-Comeback in Aachen

Aachen - Auch Arminia Bielefelds Rückkehrer Ernst Middendorp hat die Talfahrt des Fußball-Bundesligisten nicht stoppen können. Die Arminia verlor bei Alemannia Aachen mit 0:2 (0:0) und taumelt als schwächstes Team der Rückrunde weiter dem Abstieg entgegen.

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Bei Middendorps Bundesliga-Comeback als Trainer nach knapp neun Jahren schossen vor 20 800 Zuschauern auf dem Tivoli Nationalspieler Jan Schlaudraff (71. Minute) und der Rumäne Laurentiu Reghecampf (76.) per Foulelfmeter die Tore zum verdienten Sieg der Alemannia. Aachen ist damit zum sechsten Mal in Serie ohne Niederlage geblieben und als Tabellenneunter mit nun 33 Punkten dem Klassenverbleib ein weiteres Stück näher gekommen. Bielefeld bleibt mit 26 Zählern Vorletzter.

Alemannia Aachen - DSC Arminia Bielefeld

Aachens Lehmann (l) im Zweikampf mit Zuma von Arminia Bielefeld.

«Es hat mit Selbstvertrauen zu tun, was momentan nicht da ist. Die Chance auf den Klassenerhalt ist trotzdem noch da», sagte Middendorp, der seine dritte Amtszeit in Bielefeld angetreten hatte. Sein Aachener Kollege Michael Frontzeck warnte nach dem dritten Sieg in Serie vor vorschnellen Gratulationen zum Klassenverbleib: «Wir sind auf einem sehr guten Weg, aber auch nicht mehr.»

Middendorp setzte im Tor wieder auf Kapitän Mathias Hain, der in der Vorwoche in Mainz ausgefallen war. Den etatmäßigen Innenverteidiger Heiko Westermann zog er ins Mittelfeld vor. Marcio Borges übernahm Westermanns Part in der Viererkette. Die Gäste agierten im Offensivspiel sehr umständlich und blieben nur durch Konter und Standardsituationen gefährlich. So ergaben sich auch die beiden einzigen Chancen Bielefelds durch einen Kopfball von Westermann (8.) und einen Freistoß von Jörg Böhme (35.). «Wir haben unsere Möglichkeiten nicht gemacht, dann verliert man», konstatierte Middendorp.

Da auch die Alemannia nach dem Ausfall von insgesamt sechs Spielern einige Abstimmungsschwierigkeiten offenbarte, entwickelte sich eine Partie auf mäßigem Niveau. Pech hatten die Hausherren als Schiedsrichter Herbert Fandel in der 57. Minute einen Treffer von Reghecampf wegen angeblichen Handspiels nicht anerkannte. Weitere Chancen der feldüberlegenen Aachener durch Vedad Ibisevic (7.) und Reghecampf (37.) blieben ungenutzt.

Nach dem Wechsel spielte die Alemannia zielstrebiger und schneller auf das Gäste-Gehäuse und kam so zu weiteren Chancen, die Sascha Rösler (49.) und Schlaudraff (62.) vergaben. Wenig später machte es der Nationalspieler besser und nutzte mit seinem achten Saisontreffer eine Unstimmigkeit in der Gästeabwehr zur Führung. Der 23-jährige Stürmer war es auch, der kurz darauf von Borges im Strafraum gefoult wurde. Reghecampf verwandelte den fälligen Strafstoß und sorgte so für den dritten Sieg des Aufsteigers in Serie.

dpa

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