Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Cottbus atmet auf: 3:1 in Frankfurt

Frankfurt/Main - Der FC Energie Cottbus kann im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga erst einmal aufatmen, für Eintracht Frankfurt wird die Luft im Tabellenkeller dagegen immer dünner.

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Überschattet von der schweren Verletzung von Christoph Preuß unterlagen die Hessen mit 1:3 (0:0) vor 45 074 Zuschauern in der heimischen Commerzbank-Arena. Durch die erste Niederlage nach fünf Spielen trennt die Eintracht (31) nur noch ein Punkt von einem Abstiegsrang. Cottbus machte dagegen einen Satz auf den achten Platz (35). «Ich warne aber vor Rückschlüssen aus der Tabellensituation», betonte Coach Petrik Sander.

Eintracht Frankfurt - FC Energie Cottbus

Frankfurts Spycher (r) und der Cottbuser Baumgart im Kopfballduell.

Nachdem Alexander Meier (64.) die Führung der Gäste durch Sergiu Radu (58.) egalisieren konnte, sorgten Preuß durch ein Eigentor (76.) und Cottbus-Angreifer Vlad Munteanu (90.+2) für den Endstand. Preuß hatte dabei doppeltes Pech. Bei seinem Rettungsversuch verletzte sich der Mittelfeldspieler schwer, als ihm Torwart Oka Nikolov den Oberschenkel aufschlitzte und er mit einer klaffenden, etwa 15 Zentimeter langen Schnittwunde vom Feld musste. «Wenn man sah, wie das Blut lief, war das ein Schock», meinte Mitspieler Christoph Spycher.

Davon erholten sich die Frankfurter auch nicht mehr, nachdem sie es versäumt hatten, gegen die defensiv agierenden Gäste früh zu Torerfolgen zu kommen. Denn wie erwartet überließen die Cottbuser eine Woche nach dem 0:0 gegen Werder Bremen auch den Frankfurtern weitgehend das Feld. Daran änderte auch die Nominierung des Ex- Eintracht-Profis und Antreibers Ervin Skela nichts. Neben dem Albaner rückten zudem Mario Cvitanovic und Mariusz Kukielka für die beiden gesperrten Innenverteidiger Kevin McKenna und Igor Mitreski in die Mannschaft. Profit vermochten die Hausherren aus der Neuformierung der gegnerischen Abwehrzentrale aber nicht zu schlagen. «Dass es ein Kampfspiel wird, war klar. Wir haben die Fehler auf zwingendere Art und Weise ausgenützt», meinte Sander.

Denn bei den Frankfurtern hatte der sehr emsige Marcel Heller nach nur 50 Sekunden die erste Großchance verpasst. In der neunten Minuten kratzte dann ausgerechnet der von den Frankfurter Fans mit Pfiffen bedachte Skela den Ball nach einem Schuss von Michael Fink von der Linie. Das war es dann aus Sicht der Eintracht, die ihrerseits unter anderen auf den gesperrten Manndecker Sotirios Kyrgiakos und den verletzten defensiven Mittelfeldspieler Chris verzichten musste.

Dagegen waren die Sorgen um Torwart Oka Nikolov umsonst. Der Mazedonier konnte nach seiner Muskelverhärtung - erlitten beim 1:1 bei Borussia Mönchengladbach - wieder den Kasten hüten. Und bewies seine Stärke, als er mit einem Fußreflex nach einem Schuss von Cottbus-Kapitän Steffen Baumgart aus kurzer Distanz klärte (17.). Mehr bekam der Mazedonier in der ersten Hälfte aber auch nicht zu tun.

Das Nachsehen hatte Nikolov dann nach dem Seitenwechsel bei einem der wenigen, aber gefährlichen Konter der Gäste. Nach einem kapitalen Schnitzer von Frankfurts Fink nutzte Radu die Chance zu seinem elften Saisontor. Doch die Eintracht kam zurück und zu ihrem verdienten Ausgleichstreffer durch einen sehenswerten Kopfballtreffer von Meier.

Glück hatten die Gastgeber als Vlad Munteanu in der dramatischen Schlussphase zu hoch zielte (69.). Doppeltes Pech dann aber beim zweiten Cottbuser Tor, bei dem Eintracht-Torwart Nikolov Mitspieler Preuß am Oberschenkel verletzte. Den Schlusspunkt setzte dann Munteanu nach einem Konter. «Wir sind aber noch nicht am Ende der Saison», gab sich Eintracht-Coach Funkel kämpferisch.

dpa

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