Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Hertha 1:1 gegen Bielefeld - Götz unter Druck

Berlin - Der Trainerstuhl von Falko Götz gerät bei Hertha BSC immer mehr ins Wackeln. Durch das mühsame 1:1 (0:1) gegen Arminia Bielefeld sind die Berliner seit nunmehr acht Pflichtspielen sieglos

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In der Tabelle stehen die Hauptstädter zumindest weiter fünf Punkte vor den Abstiegsrängen der Fußball-Bundesliga. Bielefeld verpasste es am Ende sogar in Überzahl, den zweiten Sieg in Folge zu landen und im Abstiegskampf bis auf zwei Punkte an die Hauptstädter heranzurücken.

Hertha BSC - Arminia Bielefeld

Der Berliner Pal Dardai (l) kommt vor Bielefelds Artur Wichniarek an den Ball.

Hertha-Manager Dieter Hoeneß lehnte es nach der Partie ab, sich zur Zukunft von Götz zu äußern. «Im Vorjahr haben wir 13 Spiele nicht gewonnen. Da habe ich auch nicht nach jedem Spiel einzelne Kommentare abgegeben. Das ist falsch», sagte Hoeneß, der von einem «schlechten 1:1» sprach. Auch Götz gab zu: «Wir können wirklich froh sein, dass wir noch den Ausgleich gemacht haben.»

Innenverteidiger Radim Kucera brachte Bielefeld per Kopf in der 19. Minute in Führung. Danach sah es nach zuletzt fünf Auswärtspleiten lange nach dem zweiten Saisonerfolg in der Fremde aus. «Ich will nicht sagen, dass ich vor Enttäuschung platze, aber es wäre ein bisschen mehr möglich gewesen», sagte Arminias Trainer Ernst Middendorp. «Aber wir haben gepunktet, darüber sind wir erstmal froh.» Erst Patrick Ebert (71.) verhinderte ebenfalls mit einem Kopfball Herthas vierte Heimniederlage in Serie. Eine Minute später sah Josip Simunic wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Bei den Platzherren stand überraschend doch Marko Pantelic in der Startformation. Der von Manager Dieter Hoeneß unter der Woche verbal attackierte Torjäger hatte sich zunächst mit schlechten Blutwerten abgemeldet und war bei seiner Rückkehr ins Training umgeknickt. Trotzdem bekam Pantelic den Vorzug vor Chinedu Ede, der erst in der letzten halben Stunde den Serben ersetzte.

Pantelic besaß mit einem missglückten Torschuss die einzige Chance der Berliner vor der Pause (17.) und blieb ansonsten ebenso wirkungslos wie seine Kollegen, die mit einem Pfeifkonzert der 41 512 Zuschauer in die Kabine geschickt wurden. Selbst den erfahrenen Hertha-Profis war die nervliche Anspannung anzumerken. Teilweise misslangen selbst die einfachsten Dinge.

Bielefeld beschränkte sich in der unansehnlichen Partie darauf, die Räume wirkungsvoll zu verengen und auf Konter zu warten. Mit mehr Effektivität hätte mehr als nur der Treffer von Kucera fallen können, der einen Eckball von David Kobylik einköpfte. Bei einem Freistoß von Jörg Böhme (31.) war Hertha-Torhüter Christian Fiedler auf dem Posten.

Auch nach der Pause war von einem Aufbäumen der Herthaner kaum etwas zu sehen. Ebert nutzte nach einer Flanke von Ede die erste Unaufmerksamkeit der Bielefelder Abwehr. Im Gegenzug flog Simunic binnen fünf Wochen zum zweiten Mal vom Platz und fehlt nächste Woche beim VfL Bochum. Die Berlinern müssen derzeit außerdem auf Nationalverteidiger Arne Friedrich verzichten. In Überzahl drängten die Gäste energisch auf den Sieg, doch Artur Wichniarek rutschte knapp an einem Schuss von Jonas Kamper vorbei (75.).

dpa

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