Sonntag, 8. April 2007 / 19:21 Uhr
Bremen - «Edeljoker» Markus Rosenberg hat Werder Bremens Titel-Hoffnungen aufrechterhalten. Mit seinem Treffer in der 75. Minute sorgte der erst kurz zuvor eingewechselte Schwede gegen den 1. FC Nürnberg für den wichtigen 1:0 (0:0)-Heimsieg der Hanseaten.
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Die Bremer bleiben mit zwei Punkten Rückstand Verfolger Nummer 1 von Spitzenreiter FC Schalke 04. Vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion fuhren die Bremer nach den Vortages-Erfolgen der Titelrivalen Schalke 04, VfB Stuttgart und Bayern München damit den nötigen Pflichtsieg ein. Die wackeren Nürnberger hingegen konnten im Kampf um die UEFA-Cup-Qualifikation keinen Boden gegenüber dem ebenfalls besiegten Rivalen aus Leverkusen gutmachen.
Der Bremer Clemens Fritz (l) spielt gegen den Nürnberger Ivan Saenko (r).
«Wir wussten, dass es eine schwere Partie für uns werden wird, weil die Nürnberger sehr laufstark sind. Aber es war ein wichtiger und auch verdienter Sieg», sagte Werder-Coach Thomas Schaaf. Er hofft, dass sich der in der Schlussphase ausgewechselte Abwehrchef Per Mertesacker nicht allzu schwer verletzt hat. «Aber es sieht nicht gut aus», betonte Schaaf. Dagegen war Nürnbergs Nationalspieler Marco Engelhardt nach der knappen Niederlage verärgert: «Defensiv haben wir gut gestanden, und dann kriegen wir so ein Drecks-Tor», meinte er.
Beim Aufeinandertreffen des besten Angriffs mit der besten Abwehr mussten die Bremer ohne die verletzten Nationalspieler Pierre Womé, Daniel Jensen, Tim Borowski und Christian Schulz auskommen. Und wie schon beim 0:0 vor drei Tagen im UEFA-Cup-Gastspiel bei AZ Alkmaar taten sich die Hanseaten auch gegen die kompakten Nürnberger sehr schwer. So entwickelte sich eine an Höhepunkten lange Zeit recht arme Partie. Die Gäste hatten durch den nach abgesessener Gelbsperre wieder mitwirkenden Torjäger Robert Vittek (23.) sogar die erste gute Chance, doch der Slowake verpasste Jan Polaks Hereingabe haarscharf.
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Bis zur Pause ließ der FCN mit Ausnahme eines von Mertesacker (38.) zu hoch angesetzten Kopfballs keine Gelegenheit der Hausherren zu. Diese waren zwar insgesamt mehr in Ballbesitz, aber zu wenig in Bewegung, um die FCN-Hintermannschaft auszuhebeln. Rühmliche Ausnahme war ausgerechnet der mit der Hypothek von 1032 Pflichtspiel-Minuten ohne eigenes Tor ins Spiel gegangene Miroslav Klose. Der Stürmerstar kämpfte vorbildlich, zeigte sich gegenüber den vorherigen Auftritten klar verbessert, blieb aber glück- und nun schon 1122 Minuten torlos.
Nach Wiederbeginn zogen die Gastgeber das Tempo an. Sofort wurde das Niveau besser und - vor allem - stellten sich Chancen ein. Kloses Nebenmann Hugo Almeida (54./56.) setzte sich mit zwei fulminanten Linksschüssen, die knapp ihr Ziel verfehlten, gut in Szene. Doch auch die konterstarken Gäste hatten durch Polak (61.) und Beauchamp (63.) gefährliche Aktionen. Mit der Hereinnahme von Rosenberg als dritter Spitze setzte Schaaf für die Schlussphase voll auf Offensive. Und Werders Coach hatte ein «goldenes Händchen»: Denn nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung sorgte der Schwede für den Siegtreffer.
dpa
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