Samstag, 14. April 2007 / 18:11 Uhr
Cottbus - Energie Cottbus hat seinen Höhenflug in Orange fortgesetzt und mit dem 3:2 (1:0) über den desolaten VfL Wolfsburg die Abstiegsgefahr fast gebannt.
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Mit nunmehr 38 Zählern und Platz sieben haben sich die Lausitzer vor den schweren Partien gegen Schalke und Leverkusen ein beruhigendes Polster auf die Abstiegsränge geschaffen. Nur in ihrer ersten Bundesliga-Saison 2000/2001 erkämpfte der Underdog der Liga mit 39 noch mehr Zähler. «Das war ein Riesenschritt. Ob es der entscheidende war, wird sich nach 34 Spieltagen zeigen», meinte Energie-Coach Petrik Sander noch zurückhaltend.
Der Cottbuser Vlad Munteanu jubelt nach dem Treffer zum 2:0 gegen Wolfburg.
Mit den orangenen Auswärts-Trikots holten die Cottbuser damit in fünf Spielen 13 von 15 möglichen Punkten und versetzten die 16 293 Zuschauer bei 25 Grad in nicht enden wollende Feierlaune. Von Anbeginn setzten die Lausitzer die Gäste unter Druck, vor allem die beiden quirligen Rumänen Sergiu Radu und Vlad Muntenau waren von den ohne den gelb-gesperrten Nationalspieler Alexander Madlung angetretenen Niedersachsen kaum zu stoppen.
Schon nach vier Minuten landete ein Munteanu-Geschoss am Pfosten. Eine Viertelstunde später bediente der Mittelfeld-Regisseur seinen Landsmann mustergültig, und Radu verwandelte ohne Probleme aus Nahdistanz zum 1:0 (20.). Es war bereits der 12. Saisontreffer des Rumänen. Sein Landsmann Munteanu stand ihm aber keineswegs nach und sorgte mit einem 20-Meter-Kracher nach der Pause für die Vorentscheidung (56.). Mit 23 Treffern hat damit das Balkan-Duo genau zwei Drittel aller Saison-Tore des Aufsteigers besorgt. Nur eine Minute später spielte der Cottbus-Sturm die VfL-Deckung erneut schwindelig: Nach Pass von Radu verwandelte Francis Kioyo zum 3:0 (57.).
Damit durchbrach der FC Energie gleich zwei Negativ-Serien. Zum einen beendete Radu eine fast 200-minütige Flaute ohne Heimtor, zum anderen kam Energie im achten Bundesliga-Spiel gegen den VfL zum ersten Sieg überhaupt. «Um 100prozentig sicher zu sein, brauchen wir noch zwei Punkte. Meine Tore sind nicht wichtig, es zählen nur die Punkte», meinte Sergiu Radu. «Jetzt wird es Zeit, dass sein Vertrag nun endlich verlängert wird», fügte Sander an.
«Cottbus hat den Sieg verdient. Bei einigen unserer Spieler spukte wohl schon das Pokal-Halbfinale in den Köpfen», meinte VfL-Coach Klaus Augenthaler, deren Wolfsburger seit dem 7. November 2006 auswärts ohne Sieg sind. Die mit Isaac Boakye als einziger Spitze agierenden Gäste enttäuschten über weite Stecken des Spiels. Ein erstes Lebenszeichen gab die Offensive erst nach 28 Minuten bei einem Schuss von Marcelinho ab, der aber am Gehäuse von Tomislav Piplica vorbei strich.
Nachdem der entnervte Brasilianer nach einer Stunde gegen Mike Hanke ausgetauscht wurde, kam mehr Zug in die Angriffsaktionen. Das 1:3 durch Boakye (65.) war verdienter Lohn der Bemühungen. Im Schlussgang hätte hingegen der erneut frei vor dem Tor auftauchende Radu sogar auf 4:1 erhöhen können, doch Simon Jentzsch parierte großartig (85.). In der Nachspielzeit verkürzte Cedrick Makiadi noch auf 2:3. «Wir hätten heute einen großen Schritt machen können, aber leider hat ihn nun Cottbus gemacht», bedauerte Jentzsch.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Eduard Geyer (Ex-Trainer von FC Energie Cottbus [im Abstiegskampf mit Cottbus] nach einem Spiel im TV-Interview): Es muss eine Kehrtwende geben. Und die muss 360 Grad sein.
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