Samstag, 14. April 2007 / 17:58 Uhr
Nürnberg - Dank eines Zittersiegs durch das allererste Bundesliga-Tor von Nachwuchsspieler Chhunly Pagenburg hält der 1. FC Nürnberg weiter Kurs auf den UEFA-Cup.
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Der fränkische Fußball-Bundesligist feierte beim 1:0 (1:0) gegen Alemannia Aachen aber eine nur vom Ergebnis her gelungene Generalprobe für das Halbfinale im DFB-Pokal. Der «Club» eroberte mit dem Sieg vor 44 298 Zuschauern zumindest vorübergehend den zur UEFA-Cup-Teilnahme berechtigenden fünften Tabellenplatz zurück. Für Aachen wird nach der dritten Niederlage in Serie die Luft im Abstiegskampf wieder dünner. In der letzten Minute sah auch noch Sascha Rösler wegen einer Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte.
Nürnbergs Marco Engelhardt (r) kämpft mit dem Aachener Sascha Rösler um den Ball.
«Das ist ein geiles Gefühl», bejubelte der Youngster seinen goldenen Schuss. «Wir sind zufrieden, dass es zum Dreier gereicht hat.» Mit Angreifer Robert Vittek, Abwehrspieler Dominik Reinhardt und Mittelfeldakteur Jaouhar Mnari mussten die Franken beim Start in die «Woche der Wahrheit» erneut Stammspieler ersetzen. Doch Trainer Hans Meyer machte aus der Not eine Tugend und brachte Pagenburg erstmals von Beginn an. Der Mut zahlte sich aus: Die druckvoll beginnenden Franken gingen nach feinem Zuspiel von Marco Engelhardt durch den 20-Jährigen früh (12.) in Führung.
Danach verloren die Hausherren jedoch völlig den Faden und ließen die Gäste wiederholt gefährlich vor ihr Tor kommen. Für den schon geschlagenen «Club-Schlussmann Raphael Schäfer musste die Latte nach einem Kopfball des starken Rösler (23.) retten. Drei Minuten später strich nach einer Ecke ein Kopfball von Abwehrspieler Nico Herzig nur knapp am Nürnberger Tor vorbei. Auch in der Folgezeit konnte die beste Abwehr der Liga nur mit viel Glück einen Gegentreffer verhindern.
Nach dem Wiederanpfiff, bei dem Aachens Trainer Michael Frontzeck für den Gelb-rot gefährdeten Sergio Pinto Angreifer Vedad Ibisevic brachte, zeigten sich die Hausherren kurzzeitig verbessert. Jan Kristiansen hatte viel Pech (54.), als er nur den Innenpfosten traf. Doch fortan gaben die Hausherren die Partie erneut aus der Hand, Aachen spielte zwar weiter beherzt auf, konnte jedoch kein Kapital aus der Nürnberger Schwäche schlagen. Marius Ebbers vergab (77.) aus kurzer Distanz die größte Chance zum Ausgleich kläglich. «Das tut weh, wenn man so kämpft und es wird nicht belohnt», klagte Herzig.
«Wir haben die Chance, unsere Saison über zwei Wege zu vergolden», hatte Nürnbergs Manager Martin Bader vor der «Woche der Wahrheit» für das Überraschungsteam dieser Saison gesagt. Mit dem glücklichen Sieg gegen Aachen holten sich die Franken zumindest vom Resultat her weiteres Selbstvertrauen nicht nur für das Pokal-Halbfinale am Dienstag gegen Eintracht Frankfurt, sondern auch für das «UEFA-Cup-Endspiel» am kommenden Spieltag bei Bayer Leverkusen.
dpa
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