Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Bielefeld schöpft neue Hoffnung: 3:2 in Wolfsburg

Wolfsburg - Arminia Bielefeld hat im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga neue Hoffnung geschöpft. Durch einen 3:2 (1:1)-Sieg beim VfL Wolfsburg gelang den Ostwestfalen der zweite Auswärtssieg.

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Heiko Westermann (8.), Christian Eigler (71.) und der eingewechselte Artur Wichniarek (85.) erzielten vor 20 941 Zuschauern in der Volkswagen Arena die Tore für die trotz des Erfolges schwächste Rückrundenmannschaft. «Die Mannschaft ist nach dem 1:2 noch einmal zurückgekommen. Ob die Punkte unterm Strich verdient oder nicht verdient sind, ist mir gleich. Es waren in jedem Fall drei wichtige Punkte», sagte Bielefelds Trainer Ernst Middendorp nach der wechselvollen Partie.

Hertha BSC - Borussia Dortmund

Duell zwischen Hertha-Spieler Pantelic (r) und dem Dortmunder Brzenska (l).

Marcelinho (16.) und Isaac Boakye (53.) trafen für die Hausherren, die weiterhin längst nicht aller Abstiegssorgen ledig sind. «Wir hatten es in der Hand, uns heute zu befreien. So aber sind wir weiter unten dabei. Diese Woche hatten wir uns anders vorgestellt», meinte VfL-Trainer Klaus Augenthaler enttäuscht nach der ersten Bundesliga- Heimniederlage in diesem Jahr.

Bei guten äußeren Bedingungen sahen die Zuschauer schon nach acht Minuten den ersten Bielefelder Treffer beim sechsten Anlauf in Wolfsburg überhaupt. Linksfuß Jörg Böhme schoss einen Freistoß von halbrechts gefühlvoll nach innen, so dass der frei stehende Westermann keine Mühe hatte, um zu seinem zweiten Saisontreffer einzuköpfen. Vier Minuten später hätte Böhme beinahe schon für eine Vorentscheidung gesorgt, aber VfL-Torhüter Simon Jentzsch war bei dem platzierten Freistoß des Routiniers auf der Hut.

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Diese Aktion rüttelte die ersatzgeschwächten Wolfsburger, die mit dem «letzten Sturm» antreten mussten, endgültig auf. Die richtige Antwort fand einmal mehr Marcelinho. Der Denker und Lenker im VfL- Trikot beförderte eine Eingabe von Hans Sarpei, der den verletzten Jonathan Santana ersetzte, bei der ersten gefährlichen Toraktion der Gastgeber aus Nahdistanz über die Linie.

Diesen Schwung versuchte der VfL, der drei Tage zuvor an gleicher Stelle im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den VfB Stuttgart ausgeschieden war, noch vor der Pause zur Führung zu nutzen. Allerdings vergeblich. Mehr als ein 20 Meter-Schuss von Boakye, den Gäste-Schlussmann Mathias Hain noch an den Pfosten lenken konnte (39.), sprang nicht heraus. Auf der Gegenseite hatte auch die umformierten Arminen noch eine Möglichkeit durch einen Distanzschuss von Ioannis Masmanidis, aber Jentzsch war erneut auf dem Posten (43.).

Nach dem Wiederanpfiff verstärkten die «Wölfe» ihre Angriffsbemühungen und wurden dafür schnell belohnt. In Boakye schloss ausgerechnet ein ehemaliger Bielefelder einen sehenswerten Spielzug der Hausherren zum 2:1 ab. Gäste-Torwart Marc Ziegler, der in der Pause den angeschlagenen Hain ersetzte, hatte keine Abwehrmöglichkeit.

In der 65. Minute gewann er dann aber das Duell mit seinem ehemaligen Mannschaftskameraden Boakye, so dass die Partie weiter spannend blieb. Erst recht, als Eigler der Ausgleich gelang. Fünf Minuten vor dem Ende gelang Wichniarek per Kopf dann noch der umjubelte Siegtreffer für die Gäste.

dpa

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