Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

1:3 gegen Bielefeld: Magaths Einstand verpatzt

Wolfsburg - Felix Magath hat seinen Einstand als neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg total verpatzt. Die Niedersachsen unterlagen zum Saisonauftakt vor 20 921 Zuschauern in der heimischen Volkswagen Arena Arminia Bielefeld mit 1:3 (0:1) und lieferten dabei über weite Strecken eine konfuse Vorstellung ab.

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«Wir waren hypernervös und nicht in der Lage, die Situation mit den vielen neuen Spielern zu meistern. Arminia hat verdient gewonnen», sagte Magath nach der Partie, in der seinem Team nur der Ehrentreffer durch Sergiu Radu (84. Minute) gelang.

VfL Wolfsburg - Arminia Bielefeld

Der Bielefelder Christian Eigler (2.v.l.) erzielt die 2:0-Führung in Wolfsburg.

Artur Wichniarek (38.), Christian Eigler (51.) und Joker Oliver Kirch (80.) erzielten die Tore für die Mannschaft von Trainer Ernst Middendorp, die damit den zweiten Sieg innerhalb von vier Monaten in Wolfsburg feierte. «Unser Vorteil, mit einem eingespielten Team auflaufen zu können, hat sich ausgezahlt. Die Tore fielen genau zum richtigen Zeitpunkt. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung», meinte Middendorp nach dem gelungenen Saisonstart zufrieden.

Magath hatte nach nur knapp einer Minute bereits die erste Schrecksunde zu überstehen, als Routinier Jörg Böhme einen Freistoß aus Rechtsaußenposition gefährlich auf den linken Pfosten zog. VfL-Torhüter Simon Jentzsch konnte den Ball jedoch noch zur Ecke ablenken. In einer emotionslosen Partie, die von zahlreichen Fehlern beider Teams geprägt war, blieb das bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit hinein der einzige nennenswerte Höhepunkt.

Für den zweiten zeichneten - sehr zu Magaths Leidwesen - erneut die Gäste verantwortlich. Wichniarek wurde von Böhme auf dem linken Flügel glänzend in Szene gesetzt, umspielte VfL-Verteidiger Uwe Möhrle und ließ Jentzsch mit einem platzierten Schuss ins untere rechte Toreck keine Chance. Von einer solchen Szene waren die Hausherren, die mit sechs Neuzugängen in die Partie gingen, vor dem Wechsel weit entfernt. Die nach dem Kreuzbandriss von Ricardo Costa neu formierte Innenverteidigung wirkte alles andere als sattelfest, vom Mittelfeld gingen kaum Impulse aus. Neu-Kapitän Marcelinho, den Magath von der Schaltzentrale in den Sturm beordert hatte, wirkte auf der Position neben Radu fehl am Platze. So kamen die «Wölfe» vor dem Wechsel nur zu einer gefährlichen Aktion: Vlad Munteanus Schuss konnte VfL-Torhüter Mathias Hain (39.) aber halten.

Der Wille zum Aufbäumen erhielt bei den Gastgebern schon kurz nach Wiederanpfiff einen Dämpfer. Eigler schoss von der Strafraumgrenze völlig unbedrängt zum zweiten Tor für die Ostwestfalen ein. Auch in dieser Szene sah die Innenverteidigung mit Nationalspieler Alexander Madlung und Costa-Ersatz Uwe Möhrle sehr schlecht aus.

Danach brachte Magath in Millionen-Einkauf Edin Dzeko zwar endlich einen zweiten echten Stürmer. Mehr Gefahr für die Arminia bedeutete dies jedoch nicht. Denn die Gastgeber fanden keine Mittel, um die kompakt stehende Deckung des Kontrahenten aus den Angeln zu heben. Die eigene Abwehr hingegen war löchrig wie ein Schweizer Käse. Kirch nutzte das schließlich zur endgültigen Entscheidung.

dpa

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