Samstag, 11. August 2007 / 18:48 Uhr
Hannover - Der Hamburger SV ist mit dem erhofften Rückenwind in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Das Team von Trainer Huub Stevens gewann erstmals nach 19 Jahren das brisante Nord-Duell beim ebenfalls ambitionierten Rivalen Hannover 96 mit 1:0 (1:0).
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Die Hamburger legten gleich am ersten Spieltag den Grundstein für ein erfolgreicheres Abschneiden als im Vorjahr. Das frühe Tor von Collin Benjamin (23.) beendete die Hamburger Negativserie gegen den Nachbarn aus Niedersachsen, der seit 2002 neun Mal in Folge nicht gegen den HSV verloren hatte und mit der knappen Niederlage noch gut bedient war.
Der Hannoveraner Mike Hanke (l) behakt sich mit dem Hamburger Joris Mathijsen.
«Wenn man nach so langer Zeit in Hannover gewinnt, darf man zufrieden sein. Wir sind sehr glücklich über die drei Punkte und konzentrieren uns jetzt auf das UEFA-Cup-Spiel am Donnerstag in Budapest», sagte Stevens wenige Minuten nach Spielende. «Den Auftakt hatten wir uns anders vorgestellt. Am verdienten HSV-Sieg gibt es keinen Zweifel. Der Ausgleich wäre unverdient gewesen«, gratulierte 96-Trainer Dieter Hecking seinem Kollegen.
Vor 49 000 Fußball-Fans in der ausverkauften AWD-Arena ging die 96-Rechnung nicht auf. Der «Vorbereitungsmeister» konnte nicht an die Leistungen beim 3:0 im Testspiel gegen Real Madrid anknüpfen. In der ersten Halbzeit hatte die Mannschaft keine Torchance. «Von unseren Ballstafetten war nichts zu sehen. Das lag auch an der Spielweise des HSV», erklärte Hecking. «Die Hamburger haben uns mit einem einfachen Freistoß-Trick überrascht. Insgesamt war es ein ausgeglichenes Match», urteilte dagegen 96-Profi Benjamin Lauth.
Der von Stevens aussortierte ehemalige HSV-Stürmer saß zunächst auf der Bank, hatte aber in der 88. Minute die beste 96-Chance. Der für 4,7 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg geholte Nationalstürmer Mike Hanke hing völlig in der Luft und wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Die Hamburger Abwehr, in der Torschütze Benjamin für Thimothee Atouba verteidigte, hatte lediglich zu Beginn der zweiten Halbzeit einige Probleme. «Wir haben kompakt gestanden. Jeder hat für den anderen gekämpft», freute sich HSV-Mittelfeldrenner David Jarolim.
Die hohen Erwartungen der Fans an ein rassiges Spitzenspiel wurden zunächst enttäuscht. Erst nach 20 Minuten, in denen sich beide Teams neutralisierten, gewann es an Klasse. Ein gelungener Freistoß-Trick über Piotr Trochowski und Nigel de Jong führte zur HSV-Führung durch Benjamin. Sein Schuss prallte von der Latten-Unterkante knapp hinter die Linie. In der Folgezeit war der HSV das klar dominierende Team. De Jong (26.), Rafael van der Vaart (39.) und Mohamed Zidan (35.) nach einem tollen Solo verpassten das mögliche zweite Tor.
Nach der Pause verstärkte Hannover 96 zwar den Druck, der HSV besaß aber bei zwei Lattenschüssen von Trochowski (70.) und van der Vaart (80.) die besseren Chancen. Der HSV-Regisseur gewann das Duell gegen seinen niederländischen Landsmann und 96-Spielmacher Arnold Bruggink klar nach Punkten. «Wir sind eine Halbzeit nur hinterher gelaufen», gestand Bruggink hinterher.
dpa
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