Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

HSV nach 2:0 gegen Lieblingsgegner Nürnberg Elfter

Hamburg - Nicht schön, aber effektiv: Der HSV verlässt nach dem 2:0 gegen Nürnberg den Tabellenkeller. Den zweiten Heimsieg sicherten Paolo Guerrero und Marcell Jansen. Nach der fünften Auswärtsschlappe in Serie steckt der «Club» auf Rang 15 tief im Abstiegskampf.

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Die Torschützen Paolo Guerrero und Marcell Jansen tanzten ausgelassen vor der Fankurve des Hamburger SV, Thorsten Fink forderte nüchtern einen Jahresendspurt des neuen Tabellenelften. «Ich bin mit der Leistung überhaupt nicht zufrieden, aber wir haben den Sieg nicht gestohlen, wir waren einfach cleverer. Und jetzt wollen wir die nächsten drei Spiele inklusive DFB-Pokal gewinnen», sagte der ungeschlagene Coach nach dem 2:0 (1:0) gegen Lieblingsgegner 1. FC Nürnberg.

Hamburger SV - 1. FC Nürnberg

Foto: dpa Bild vergrößern

Der Hamburger Gökhan Töre (l) herzt den 1:0-Torschützen Paolo Guerrero. Foto: Malte Christians

«Wir haben klar einen Sprung gemacht. Mit sechs Spielen ohne Niederlage ist Konstanz drin», lobte Sportdirektor Frank Arnesen. Der wieder erstarkte Stürmer Guerrero brachte mit einem aus Nürnberger Sicht umstrittenen Einsatz die Hamburger in der 23. Minute auf die Siegerstraße, Jansen (62.) sorgte vor 45 473 Zuschauern für die Entscheidung.

«Die Effizienz und Cleverness von Jansen und Guerrero haben unsere jungen Leute noch nicht, daran müssen sie sich ein Beispiel nehmen», sagte Nürnbergs Coach Dieter Hecking, der nach Betrachtung der TV-Bilder auch kein Foul beim Arm-Einsatz von Guerrero gegen Timmy Simons mehr erkennen konnte.

«Das war kein Foul», sagte der Peruaner selbst, der unter Fink neu aufblüht. «Thorsten kennt mich ganz gut, wir haben zusammen bei Bayern gespielt und er gibt mir Vertrauen», erklärte der schnelle Angreifer nach seinem dritten Saisontreffer. «Guerrero hat sehr gut gespielt, er hat es den Innenverteidigern sehr schwer gemacht», betonte Arnesen.

Auch Jansen fand unter dem neuen Übungsleiter wieder zu alter Stärke zurück. «Jansen ist immer gefährlich», sagte Fink, der auf sechs Wochen an der Elbe ohne Niederlage aufbauen kann: «Rang elf ist ein schöner Platz, das ist natürlich schon toll, aber nur drei Punkte hinter uns fängt die Relegation an.» Der 44-Jährige warnte vor zu viel Euphorie und Europapokalträumen im Umfeld des Bundesliga-Dinos.

In Jeffrey Bruma (Verdacht auf Bänderverletzung in der Schulter) und Michael Mancienne (Oberschenkel) mussten gleich zwei Innenverteidiger mit Verletzungen ausgewechselt werden und könnten am Samstag in Mainz ausfallen. Rechtzeitig ist dann die Sperre von Slobodan Rajkovic beendet.

Hecking trat geknickt die Heimreise als Tabellen-15. nach der fünften Auswärtsniederlage in Serie an. «Wir brauchen auswärts mal ein dreckiges Erfolgserlebnis», so der Coach, der noch nie im Volkspark gewinnen konnte. Nur 14 Saisontore in 15 Partien sprechen eine klare Sprache: Die Franken sind im Strafraum nicht effektiv genug. Dabei hatten sie gegen den HSV die besseren Möglichkeiten.

So waren Daniel Didavi (16./20.) und Tomas Pekhart immer wieder gefährlich vor dem hellwachen Hamburger Schlussmann Jaroslav Drobny. «Wir haben keine Argumente, wir machen zu einfache Fehler und vorne die Tore nicht», bekannte Didavi. Im Heimspiel gegen Hoffenheim soll an die Leistung vom Sieg gegen Kaiserslautern angeknüpft werden.

Ballbesitz in %: 56 - 44

Torschüsse: 7 - 16

gew. Zweikämpfe in %: 51 - 49

Fouls: 17 - 17

Ecken: 0 - 3

Quelle: optasports.com

dpa

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