Samstag, 29. Januar 2005 / 18:45 Uhr
Freiburg - Zlatan Bajramovic hat der Hoffnung des SC Freiburg auf den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga neue Nahrung gegeben.
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Der bosnische Mittelfeldspieler, der nach einer monatelangen Leidenszeit auf Grund von Verletzungen erstmals wieder von Beginn an spielte, sicherte mit einem Kopfball in der 57. Minute das 1:0 gegen den VfL Wolfsburg. Die vor allem in der Abwehr überzeugenden Breisgauer feierten damit den ersten Sieg seit dem 2:0 gegen den VfB Stuttgart am 24. Oktober und gaben die «rote Laterne» zumindest vorübergehend an Hansa Rostock zurück. Dagegen muss der biedere VfL nach der sechsten Auswärtsniederlage hintereinander nun auch um den Einzug in den UEFA-Cup bangen. Zudem verlor er Kevin Hofland nach wiederholtem Foulspiel mit einer Gelb-Roten Karte (82.).
Der Freiburger Alexander Iaschwili (M) setzt sich gegen die beiden Wolfsburger Pablo Thiam (l) und Hans Sarpei (r) durch.
VfL-Trainer Erik Gerets zeigte sich enttäuscht über die seiner Auffassung nach unglückliche Niederlage. «Wir haben sehr bitter verloren, das war nicht nötig», sagte der Belgier. «Wir haben nicht so schlecht gespielt und hatten für ein Auswärtsspiel viele Chancen.» SC-Coach Volker Finke sah die Vorteile bei seiner Mannschaft. «Es gab Torchancen auf beiden Seiten. Aber wir hatten einen Tick mehr davon», sagte der 56-Jährige. «Wir haben eine kompakte und konzentrierte Mannschaftsleistung gebracht. Unsere Abwehr hat sicher gestanden.»
Finke musste vor 20 000 Zuschauern im badenova-Stadion auf seinen niederländischen Neuzugang Samuel Koejoe (Wadenzerrung) verzichten, für den Bajramovic zum Zug kam. Bei Wolfsburg fehlte der nach einer Spritzenkur geschwächte Spielmacher Andres D'Alessandro. An seiner Stelle feierte der 20-jährige Cedric Makiadi sein Bundesliga-Debüt. Für die angeschlagenen Thomas Rytter und Diego Klimowicz standen Hans Sarpei und Thomas Brdaric in der Startformation.
Das Team von Gerets bestimmte zunächst das Geschehen. Nach etwa zehn Minuten kamen aber die vom starken Bajramovic angetriebenen Freiburger, die zuvor in neun Spielen ohne Sieg geblieben waren, besser ins Spiel. Einen Kopfball des 25-Jährigen wehrte VfL-Torwart Simon Jentzsch zur Ecke ab (20.).
Nach einer halben Stunde gewann die Begegnung zunehmend an Fahrt. Nachdem SC-Keeper Richard Golz einen Schuss von Marko Topic (35.) pariert hatte, stand ihm bei einem Lattentreffer von Brdaric nur drei Minuten später das Glück zur Seite. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zielte der 30-Jährige zudem per Kopf knapp vorbei. Bei weiteren Gelegenheiten von Soumaila Coulibaly (41.) und Ellery Cairo (44.) verpasste allerdings auch Freiburg weitere Tore.
In der zweiten Hälfte hatten die Südbadener zunächst mehr Spielanteile. Zwar scheiterte der eingewechselte Roda Antar mit einem Kopfball (50.), doch in der 57. Minute war Bajramovic zur Stelle: Einen Eckball von Lewan Zkitischwili verlängerte er zum Siegtreffer.
In der 69. Minute musste Bajramovic, dessen Kraft noch nicht für die volle Spielzeit reicht, für den Defensivspieler Lars Hermel Platz machen. Sein Trainer Finke signalisierte damit, dass der SC den Sieg nun mit einer vielbeinigen Abwehr über die Zeit bringen wollte. Während sich die Freiburger nun auf Konterfußball konzentrierten, waren die Wolfsburger auf Grund ihrer Unentschlossenheit in der Offensive nicht in der Lage, den Ausgleich zu erzwingen.
dpa
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Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston): Dann zahl' ich ihm seine Jacketkronen.
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